HP Labs entwickeln Plastik-Displays

Die HP Labs in Bristol (GB) arbeiten an Display-Flächen aus dünnem Plastik, auf denen sich eBooks, Präsentationen, Texte und Bilder darstellen lassen.

In der National Gallery in London haben die Forscher einen ersten Prototypen gezeigt. Mit einer passiven Matrix ausgestattet, erlaubt es die Technologie prinzipiell, die oft als Barriere beschriebene 1000-x-1000-Pixel-Grenze zu sprengen. Davon sind die Entwickler allerdings noch ein Stück entfernt. Der Prototyp hatte zwar nur die Dicke eines Fingernagels, mit Abmessungen von 3 x 4 cm und 125 Farben belegte er aber nur, dass das Prinzip funktioniert. Das Display zeigte bei der Demonstration Bilder aus der Galerie.

HP bezeichnet diesen Stand der Entwicklung dennoch als Meilenstein auf dem Weg zu großen und kostengünstigen Displays. Adrian Geisow, Manager in der Display-Forschung von HP, sprach von einem Ungleichgewicht in der Entwicklung auf dem IT-Sektor. Der Benutzer verfüge verglichen mit dem Stand vor zehn Jahren über den tausendfachen Speicherplatz in leistungsfähigen PCs, schaue aber nach wie vor in ein kleines Display, das im Kern mehr oder minder unverändert sei.

Prototyp: Mit Bildern der National Gallery London demonstrierte HP ein Display aus Plastik. Quelle: IDG

Die Forscher der HP Labs wollen dies gründlich ändern, auch was die Kosten betrifft. Sollte es gelingen, die Plastik-Displays auf die Größe eines A2-Blatts zu skalieren, koste das Display nach Berechnungen von HP nur ein Fünftel im Vergleich zu LCDs aus Glas.

Die Technologie bedient sich einer dem Druck vergleichbaren Technologie, was in der Theorie einen deutlich günstigeren und einfacheren Herstellungsprozess erlaube. Zudem sollen die "bedruckten" Displays eine dem Druck entsprechende Auflösung bieten. HP spricht von 200 ppi oder mehr. (uba)

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