GPRS: WAP-Beschleuniger mit Internetoption

GPRS, der erste Vorbote von UMTS ist an den Start gegangen. Mit dem Motorola Timeport 260, dem bislang einzigen GPRS-Handy, hat tecChannel.de die neue mobile Freiheit im T-D1-Netz erprobt.

Dass neue Mobilfunk-Technologien auf Endgeräte warten, ist man seit der Einführung von WAP gewohnt. Dem Timeport 260 von Motorola gebührt deshalb zumindest das Verdienst, rechtzeitig zum GPRS-Start auf dem Markt zu sein. Den Ansprüchen an ein Handy der nächsten Generation genügt es jedoch nicht. Das Timeport bringt einen Uplink-Kanal (Senden) und zwei Downlink-Kanäle mit. Damit ist ein theoretischer Datentransfer von bis zu 26,8 KBit/s möglich. Somit stellt, anders als gewohnt, das Gerät und nicht das Netz den Flaschenhals dar. Denn das D1-Netz arbeitet anfangs mit bis zu 40,2 KBit/s (Downlink) und bietet damit mehr, als das Handy aufnehmen kann.

Motorola Timeport 260: Das einzige GPRS-Handy auf dem Markt hinkt bei der Transferrate hinterher.
Motorola Timeport 260: Das einzige GPRS-Handy auf dem Markt hinkt bei der Transferrate hinterher.

Die Konkurrenz von VIAG Interkom startete Ende Januar den GPRS-Service mit 53,6 KBit/s. D2-Vodafone wirbt gar mit theoretischen 107,2 KBit/s, die netzseitig zur Verfügung stehen sollen.

Das Timeport 260 entspricht ansonsten dem Modell Timeport 7389. Auf dem für WAP-Seiten eindeutig zu kleinen Display werden 4 Zeilen angezeigt. Die fünfte Zeile bleibt für die Handy-Menüs reserviert. Dass Features wie etwa ein Kalender auf dem Handy fehlen, kann man als Vorzeichen der neuen Zeit deuten: Immerhin bieten die WAP-Portale der Netzbetreiber Features wie Kalender und Spiele online an, natürlich gegen Gebühr.