GPE2.7: Neues Linux-System für Ipaq, Zaurus und Co.

Linux auf Handhelds ist nach wie vor ein etwas exotisches Gespann - kaum zu glauben, wenn man sich die Nutzeroberflächen anschaut, die beispielsweise die freie Oberfläche GPE bietet. Am 19. Januar stellte das Software-Projekt Version 2.7 zum Downloaden bereit, die insbesondere die Oberflächendarstellung der kleinen vorinstallierten Hilfsprogramme der zur Verfügung stehenden Display-Fläche anpasst.

Weiterhin gibts einen neuen Webbrowser, ein verbessertes Hilfesystem, den ICQ-/AIM-/Jabber- und MSN-kompatiblen Chatclient GaIM und ein Screenshot-Tool. PIM-Daten lassen sich von vielen Programmen importieren, die Ablage der sicherheitskritischen Daten wurde erneuert und die Kontaktdaten sind nun vielschichtiger im System verankert. Für Business-Nutzer sicherlich am Interessantesten: Auch die Synchronisation der Handheld-Daten mit einem PC ist dank der vorinstallierten OpenSync-Software sowohl mit Outlook als auch mit Linux-typischen PIM-Managern wie Kontact oder Novell Evolution (vormals Ximian) möglich. Eigens für GPE gibt es die Erweiterung GpeSync, die Kontakte, Kalenderdaten und Aufgabenlisten synchronisiert. Fürs im Juni anstehende Release 2.8 planen die Entwickler unter anderem einen stabil laufenden Audio-Player, ein Backup-Tool und einfachere Synchronisationswerkzeuge. Derzeit läuft das auf GTK+ und der Familiar-Distribution basierende GPE auf allen Handhelds, auf denen ein elementares Linux-System seinen Dienst verrichten kann.

GPE2.7: Neues Linux-System für iPAQ, Zaurus und Co.
GPE2.7: Neues Linux-System für iPAQ, Zaurus und Co.

Offiziell sind das einige Geräte von HPs iPAQ-Serie sowie Sharps Zaurus-Reihe, die vor zwei Jahren aus dem europäischen Handel genommen wurde (zur Liste aller unterstützten und geplanten Plattformen). Systeme wie GPE rechtfertigen darüber hinaus auch die Bemühungen vieler Hacker, Linux auf Geräten zum Laufen zu bringen, die hierfür überhaupt nicht gedacht waren, darunter z.B. Sonys PSP, Palms Treo oder die Windows-basierten PDA-Phones von HTC.

GPE nutzt zur Bildschirmdarstellung die üblichen Frameworks X-Windows und GTK+, unterliegt selbst der GNU Public License (ist damit also kostenfrei zu nutzen) und stellt eine ganze Reihe von hilfreichen Bibliotheken für Entwickler bereit, mit denen sich die Funktionalität des Handhelds leicht erweitern lässt.

Auch auf Nokias Internet-TabletPC 770 findet die GPE-Plattform beim User-Interface Verwendung und profitiert dort von Nokias Maemo-Framework: Deren Mini-Browser wird in beiden Plattformen genutzt. (mja/PC-Welt.de)

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