Google als Malware-Scanner

Der Sicherheitsexperte HD Moore hat ein neues Programm veröffentlicht, das über Google Malware aufspürt. Das ist möglich, weil Google seit einigen Monaten nicht nur Web-Inhalte indexiert, sondern auch ausführbare Programme.

Ein Sicherheitsexperte hat ein Tool veröffentlicht, das Googles Datenbank nach schädlicher Software durchsucht. Das Unternehmen Websense hatte in der vergangenen Woche ein ähnliches Tools angekündigt, aus Angst vor Missbrauch aber nicht freigegeben.

Der Sicherheitsexperte HD Moore hat sich von der Idee hinter dem Websense-Tool inspirieren lassen und ein eigenes Tool entwickelt, das seit Montag über diese Website verfügbar ist. Zum Einsatz kommt eine Datenbank mit digitalen Fingerabdrücken von bekannter Malware. Moores Tool nutzt die Signaturen, um über Google Würmer und Viren aufzuspüren.

Spürnase: Über eine Eingabemaske können Nutzer nach bekannter Malware suchen.
Spürnase: Über eine Eingabemaske können Nutzer nach bekannter Malware suchen.

Die neue Abfrage funktioniert, weil Google nicht nur die Inhalte von Websites indexiert, sondern auch die binären Informationen der ausführbaren Dateien. Laut Angaben unserer US-Schwesterpublikation PC-World ist nicht bekannt, seit wann die Google-Suchmaschine derartige Informationen erfasst und Google will sich dazu nicht äußern. Sicherheitsexperten waren vor einigen Monaten darauf gestoßen. Google beteuerte lediglich gegenüber unseren US-Kollegen, dass man sich bewusst sei, dass Anwender über Google ausführbare Schädlinge finden können, man aber alles tue, um die Anwender vor Gefahren dieser Codes zu schützen.