Goldener Mittelweg

Zusatzdienste wie Website-Monitoring oder Firewall-Management steigern den Umsatz der Provider und verbessern die Kundenbindung. Für viele Unternehmen sind sie außerdem der richtige Kompromiss zwischen autarker IT-Infrastruktur und komplettem Outsourcing.

Von: Dr. Thomas Hafen

Das Angebot an so genannten "Managed Services" ist groß. Dies ist kein Wunder, denn für viele Anbieter fallen alle Dienstleistungen in diese Kategorie, die über die bloße Bereitstellung von Internetzugang oder Serverplatz hinausgehen und beispielsweise zusätzliche Updates, Monitoring oder die Integration in bestehende Systeme umfassen. Auch beim "One-Stop Shopping" sprechen Provider gerne von Managed Services. In diesem Fall schnürt der Anbieter ein Bündel aus Hard- und Software sowie Diensten Dritter und stellt sie als Komplettpaket zur Verfügung.

Für Lionel Lamy, Research Manager beim Marktforschungsunternehmen IDC, bilden Managed Services dagegen die Vorstufe zum kompletten IT-Outsourcing (siehe Bild). Marina Martin, Analystin bei Frost & Sullivan, sieht im Grad der Kundenanpassung das entscheidende Kriterium: Während Application-Serviceprovider eine Plattform für mehrere Kunden nutzten, seien Managed Services individuell zugeschnitten.

Wer Managed Services nutzt, übergibt die Verantwortung für große Teile seiner IT-Infrastruktur an den Provider.

Ähnlich weit gefasst wie der Begriff selbst, sind auch die Einsatzbereiche. So finden sich solche Services für Hosting, Security, Storage und Netzwerkmanagement, um nur die wichtigsten zu nennen. Aber auch für Callcenter, Business Integration, Linux-Server, IT-Systeme oder Firmennetze werden diese Dienste angeboten.