Godson-1A: China entwickelt CPU

Das Institut der Computer Technologie an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) hat mit dem 266-MHz-Godson-1A den Portotypen eines MIPS-kompatiblen Mikroprozessors entwickelt.

Die CPU kann laut Mitteilung der Akademie etwa in Routern und Linux-Servern eingesetzt werden. Weitaus wichtiger ist den chinesischen Forschern aber, dass die CPU-Technologie im eigenen Land vorankommt. In China wird in den nächste Jahren eine starke Nachfrage an Computern und IT-Geräten erwartet. Viele heimische Unternehmen planen deshalb den Einstieg in die Chipfertigung, sei es auf Design- oder Produktionsbasis. Die chinesischen Unternehmen hoffen, den mächtigen Chip-Herstellern aus den USA und Taiwan Paroli bieten zu können.

Godson-1A: Mit hausgemachten Designs will China im Mikroprozessor-Markt Fuß fassen und vor allem die eigene Nachfrage decken.

Der Godson-1A gilt deshalb als Meilenstein. Er ist im 0,18 Mikrometer-Verfahren hergestellt und verfügt über 4 Millionen Transistoren auf dem Die . Die CPU bringt einen 32-Bit-Integer-Core, eine 64-Bit-Fließkommaeinheit und 16 KByte Cache mit. Die Bus-Frequenz wird mit 50 bis 100 MHz angegeben. Den Befehlssatz haben die Chinesen von MIPS lizenziert, allerdings betont die Akademie, dass der Core nicht von MIPS stammt.

Der Prozessor trägt zwar noch den Status des Prototypen, er soll später aber vom Unternehmen Beijing Shenzhou Longxing Integrated Circuit Design produziert und vermarktet werden. Ein weiteres Unternehmen arbeitet bereits an einer Server-Version auf Basis des Referenz-Designs der CAS.

Erst vor kurzem hatte der chinesische Computerhersteller Legends den ersten Supercomputer entwickelt (wir berichteten). (uba)

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