Gipfeltreffen

Switches im Backbone müssen vielen Anforderungen gerecht werden. Neben Flexibilität bei der Konfiguration und Komfort bei der Verwaltung erwartet der Anwender von ihnen in erster Linie eine starke Performanz. Der Vergleich zwischen dem "Procurve 9304M" von Hewlett-Packard und dem "Corebuilder 9000" von 3Com findet damit logischerweise auf hohem Niveau statt.

Von: Herbert Almus, R. Marzbanvishka, Ch. Hammerschmidt

Tief im Inneren der Netze, da wo ganze Workgroups ihre Daten dem Backbone zuschaufeln, wo die Anforderungen der Fachabteilungen an die DV-Zentrale zusammenlaufen, da findet man die Switches unseres aktuellen Tests.

Als Schwerarbeiter, die wahre Datenfluten an den Ort ihrer jeweiligen Bestimmung weiterleiten, sind sie für hohen Durchsatz und flexible Konfiguration ausgelegt.

Hewlett-Packard hatte seinen "Procurve Routing Switch 9304M" zu dem Vergleichstest entsandt. Es handelt sich dabei um eine Entwicklung von Foundry Systems, die HP als OEM vertreibt. Der Switch war mit 24 Ethernet- beziehungsweise Fast-Ethernet-Ports sowie acht Gigabit-Ethernet-Ports bestückt. Den Preis für die Basiseinheit gibt der Hersteller mit 16 950 Mark an. Das 24-Port-Ethernet-Modul steht mit 27 500 Mark in der Preisliste, der Gigabit-Einschub kostet 57 150 Mark. Die getestete Konfiguration kommt somit auf etwas mehr als 100 000 Mark.

Rohr im Wind: Bei Vollast im Fast-Ethernet-Bereich zeigt der Corebuilder 9000 starke Schwankungen der Latenzzeit.

Als Vertreter des Netzwerk-Pioniers 3Com trat der "Corebuilder 9000" in den Ring, vom Hersteller als "Enterprise Switch" betitelt. Seine Bestückung: Zwei Level-2-Switching-Module mit je 20 Ethernet/Fast-Ethernet-Ports, ein Level-3-Switching-Modul mit zwölf Ethernet/Fast-Ethernet-Ports plus zwei Gigabit-Einschübe mit je zwei Ports. Hinsichtlich der Preisangaben führte 3Com einen regelrechten Eiertanz auf, der Pressestelle war lediglich zu entlocken, daß das Basissystem für rund 35 000 Dollar zu haben ist - wobei unklar blieb, wie dieses System bestückt ist. Auch über die Preise für die Einschübe schwieg sich 3Com weitgehend aus. Daß ein 1000Base-SX-Board mit zwei Gigabit-Ports 3900 Dollar kosten soll, ließ sich das Unternehmen gerade noch abringen. Die Geheimnistuerei begründet der Hersteller damit, daß die Geräte über Zwischenhändler, teilweise auch im Rahmen von Projekten an den Kunden gelangen und er daher einen Endpreis nicht angeben kann. Wie auch immer - es wird jedenfalls deutlich, daß die beiden Switches des vorliegenden Tests preislich in einer ähnlichen Gewichtsklasse liegen.