GeForceFX: Die neue Generation

Jetzt gilt's für NVIDIA: Der neue Grafikchip 'GeForceFX' soll die Performance-Krone von ATI zurückerobern. Dafür werfen die Kalifornier alles in die Waagschale, was gerade noch technisch machbar ist.

Der Image-Verlust wiegt schwer. Als ATI Ende August den Radeon 9700 Pro vorstellte, war zum ersten Mal seit Jahren ein Grafikchip für Desktop-PCs schneller als NVIDIAs aktuelles High-End-Produkt. Und das trifft den Marktführer doppelt schwer, hatte doch CEO Jen-Hsun Huang die Parole ausgegeben, alle sechs Monate den State-of-the-Art-Chip abzuliefern. Mit der derzeit in Las Vegas stattfindenden "Comdex" ist dieser Zeitraum wieder einmal abgelaufen, und der bisher unter dem Code-Namen "NV30" entwickelte Grafikprozessor wird der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nackt: Ein Referenz-Board mit NV30, ohne Kühler. Rechts die externe Stromversorgung.
Nackt: Ein Referenz-Board mit NV30, ohne Kühler. Rechts die externe Stromversorgung.

Der vor allem im Web stattfindende Rummel spielte sich im Vorfeld auf die gleiche Weise ab wie schon beim Tanz um den GeForce4. In den einschlägigen Gerüchteküchen brodelten immer wieder Details an die Oberfläche, und NVIDIAs PR-Abteilung gab sich alle Mühe, die Presse durch NDA-Verträge zu knebeln und die "braven" Journalisten vorab mit Whitepapers, Interview-Partnern und Erreichbarkeit zu hätscheln - jedoch nicht mit Testexemplaren.