Gartner: Linux braucht noch zwei Jahre

Gartners Hype-Zyklus-Kurve für die Entwicklung von Linux verdeutlicht, wie sich das quelloffene Betriebssystem gemausert hat. Dies gilt insbesondere für Server-Umgebungen auf Ein- bis Vier-Prozessor-Maschinen.

Auf Acht-Wege-Servern muss Linux nach Ansicht des Marktforschers noch seine Daseinsberechtigung unter Beweis stellen. Basierend auf der neuesten Kernel-Version 2.5 fehlt es noch an tatkräftigen Beweisen für die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Anwendungsfreundlichkeit der Open-Source-Plattform. Laut Gartner hat Linux als Datenzentrums-Server für unternehmenskritische Anwendungen noch nicht überzeugt.

Die Hype-Kurve zeigt Linux erst auf dem halben Weg dahin. Derzeit befindet sich das quelloffene Betriebssystem immer noch in der Bekanntmachungsphase. Hier gab es zwar schon einige Fortschritte seit 2004, aber sogar technologiefreundliche Unternehmen haben erst jetzt begonnen, Linux als Grundlage für "ernsthafte" Applikationen einzusetzen.

Tux muss noch warten: Laut Gartner wird es noch mindestens zwei Jahre dauern, bis Linux deutlich mehr Anteile im Desktop Markt gewinnen wird. (Quelle: Gartner)
Tux muss noch warten: Laut Gartner wird es noch mindestens zwei Jahre dauern, bis Linux deutlich mehr Anteile im Desktop Markt gewinnen wird. (Quelle: Gartner)

Ende 2005 erwartet Gartner eine Zunahme des kommerziellen Einsatzes des Unix-Derivats, etwa in Speicher-Umgebungen und beim System-Management. Derzeit wird Linux hauptsächlich als Basis WebSphere und für Infrastruktur-Anwendungen auf IBM-Mainframes verwendet. Hinzu kommen Web-Services auf Blade-Servern und in Rack-Systemen, auf Clustern und unter RISC-Architekturen.