FPF: VIA kündigt 64-Bit-CPU Isaiah an

VIA gibt auf dem Fall Processor Forum erste Details der komplett neuen Prozessor-Architektur Isaiah bekannt. Der Isaiah-Core beherrscht den 64-Bit-Betrieb und erhält einen integrierten Speicher-Controller.

Glenn Henry, Chef der zu VIA gehörenden Prozessorschmiede Centaur, hat auf dem Fall Processor Forum Einblicke in die Architektur des Isaiah gegeben. Der mit der internen Core-Bezeichnung CN versehene Prozessor tritt die Nachfolge des für die erste Jahreshälfte 2005 erwarteten C7 mit Esther-Core an.

Aus der Reihe: Beim Isaiah-Core setzt VIA erstmals auf eine superskalare Out-of-Order-Architektur. Quelle: tecCHANNEL

Mit dem CN-Core will VIA signifikante Fortschritte in der Performance erreichen, insbesondere bei Multimedia-Applikationen. Hierfür setzt VIA beim CN auf eine neue superskalare Out-of-Order-Architektur mit sieben Ausführungseinheiten. Beim Esther-Core werden die Befehle noch "in order" abgearbeitet. Zwei der Ausführungseinheiten des CN-Cores bezeichnet VIA mit Media 1 und Media 2. Eine Media-Unit besteht dabei aus einer dezidierten Multiplizier-Einheit. Die zweite Media-Unit ist für SIMD-Integer, FP-Misc und FP-Adder zuständig. Laut Henry liegt die Fließkomma-Performance des Isaiah um "mehrere Faktoren" über der von aktuellen C3-Prozessoren.

Beschleunigung: Die neuen Media-Units sollen beim Isaiah für deutlich schnellere Floating-Point-Berechnungen sorgen. Quelle: tecCHANNEL

Um die laut Henry "superschnellen" Media-Units ausreichend mit Daten füttern zu können, erhält der Isaiah eine verbesserte Frontend-Architektur. Durch eine zusätzliche Pipeline-Stufe kann das Frontend des CN die Ausführungseinheiten mit drei MicroOps pro Taktzyklus beliefern. Der C5J-Core der kommenden C7-Prozessoren schafft hier nur einen x86-Befehl pro Taktzyklus.

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