Sheryl Sandberg ist der neue Chief Operating Officer

Facebook expandiert personell und holt sich Google-Managerin

"Facebook ist ohne Frage ein aufstrebendes Unternehmen mit sehr guten Aussichten für die Zukunft. Dennoch scheint man erkannt zu haben, dass es an einer erfahrenen Führungskraft fehlte, die eine übergeordnete Funktion einnimmt und das Management unterstützt. Sandberg hat für das Unternehmen somit eine gewisse Mentorfunktion und kann Zuckerberg koordinierend zur Seite stehen. Schließlich hat Facebook aufgrund seiner hohen userbezogenen Wachstumszahlen als noch kleines Unternehmen Bedarf an frischem Kapital zur Erweiterung der eigenen Ressourcen", verdeutlicht Schiller auf Nachfrage von pressetext. Auch sehen Insider den neuen COO als notwendiges Mittel, das bisherige Business-Modell zu optimieren.

Kritiker weisen immer wieder darauf hin, dass Facebook wegen seines steigenden User-Traffics derzeit mehr Ausgaben als Einnahmen hat und werbegeschäftliche Aspekte noch nicht im erforderlichen Ausmaß vorangetrieben wurden. Trotzdem erreichten die Umsätze des erst vier Jahre alten Startups 2007 rund 150 Mio. Dollar. Insider vermuten jedoch, dass eine zu sehr kommerzielle Ausrichtung bei einem Großteil der User auf wenig Gegenliebe stoßen wird.

In einem Interview sieht sich Facebook-CEO Zuckerberg vor allem mit dem Problem der personellen Ausstattung konfrontiert. So läge die nächste Aufgabe vorrangig darin, "wirklich talentierte Leute in das Unternehmen zu holen, die beim Wachstum mithelfen". Den eigenen Führungsstil oder den Ruf als CEO wollte Zuckerberg angesichts der aktuellen Personalentscheidung hingegen nicht kommentieren.

Branchenkenner nehmen die Nachricht grundsätzlich positiv auf, da einst vielversprechende Unternehmen wie Google, Yahoo oder Ebay vor der Entscheidung standen, auch personell zu expandieren. Medienberichten zufolge soll Zuckerberg bereits darüber nachdenken, sein Unternehmen mit neuen Posten umzustrukturieren. Folglich sollen mittel- bis langfristig neben einem Beraterposten auch ein Vice President in Kommunikationsbelangen und eine Stelle für Public-Policy-Fragen aufgebaut werden. (pte/mst)