Ex-US-Präsidentenberater ruft Hacker zum hacken auf

Auf der Sicherheitskonferenz Black Hat äußerte sich Richard Clarke klar und deutlich über die Verfehlungen der US-Regierungen in Sachen IT-Sicherheit.

„Ich fordere Sie auf, weiter zu hacken. Andernfalls droht technischer Stillstand“. Mit diesem und anderen, ähnlichen markigen Sprüchen wandte sich Richard Clarke in seiner Eröffnungsrede zur Black Hat 2007 an sein hack- und technikbegeistertes Publikum. Clarke war Nationaler Koordinator für Sicherheit, Infrastrukturschutz und Antiterrorismus der Clinton- und der Bush-Regierung und so auch zuständig für die Abwehr von Cyber-Terrorismus.

Keynote: Ex-Präsidentenberater Clark bei der Eröffnung der BlackHat 2007.
Keynote: Ex-Präsidentenberater Clark bei der Eröffnung der BlackHat 2007.

In seiner Rede stellte er klar, dass Politik ein Hindernis für den Fortschritt sein kann. Er beklagte nicht nur den Widerstand gegen die Forschung mit Stammzellen, er prangerte auch die Kürzung der IT-Forschungsbudgets an. Er meint, dass Politiker noch nicht verstanden haben, wie wichtig IT-Sicherheit für die globale Wirtschaft ist. Nicht ohne ein Schmunzeln fügte Clarke hinzu, das sei „aber nur einer der Punkte, die die Bush-Regierung noch nicht verstanden hat“. Es müsse deutlich mehr Geld in die Sicherheit des Internets fließen. Andernfalls werden die Fundamente unserer stetig stärker vernetzten Welt immer brüchiger.

Clarke sieht im zusammenwachsen von Nano- und Biotechnologie, Pharmazie und IT den wichtigsten Technikfortschritt überhaupt. Diesem Fortschritt darf sich die Politik nicht entgegen stellen. Da laut Clarke Computer und IT immer im Zentrum all dieser Techniken stehen, sind Hacker unabdingbar für den Fortschritt.