Erste Itanium-2 Benchmarks

Intel hat heute geschätzte Leistungswerte für seinen neuen Intel Itanium-2-Prozessor veröffentlicht. Die höheren Datengeschwindigkeiten und die verbesserte Architektur sollen bei Servern und Workstations mit Itanium-2-Prozessoren eine 1,5- bis 2-fach höhere Leistung bieten als heutige Itanium-basierte Systeme.

Laut PC-Weltwird der Itanium-2-Prozessor (Codename "McKinley") in Systemen für Mitte dieses Jahres erwartet. Ein System mit vier Itanium-2-Prozessoren unterstützt laut Intel mehr als das Doppelte an Verkaufs- und Vertriebstransaktionen als ein vergleichbares Itanium basiertes System. Auch große Datenbanken sollen deutlich effizienter arbeiten.

Merced im Quadrat: Das neue Logo des Itanium 2.

Tests durch Coradiant Research, einem Beratungsunternehmen für Performance Management, haben ergeben, dass ein Prototypenserver mit zwei Itanium-2-Prozessoren beim RSA SSL-C Benchmark 1440 Transaktionen pro Sekunde durchführt, dies entspricht 720 Transaktionen je Prozessor. Ein System mit vier herkömmlichen Itanium Prozessoren erzielte 1.376 Transaktionen pro Sekunde mit rund 344 Transaktionen je Prozessor. Ein acht-Prozessor Ultrasparc III System erzielte 552 Transaktionen pro Sekunde, oder 69 Transaktionen je Prozessor - dies ist je Prozessor betrachtet weniger als ein Zehntel der Leistung des Servers auf Itanium-2-Basis.

Beim Einsatz des MP Linpack 10K Benchmarks erzielt ein System mit vier Itanium 2-Prozessoren eine Leistung auf Supercomputing-Niveau mit mehr als 13 Gigaflops (Milliarden Gleitkommaberechnungen pro Sekunde). Dies entspricht annähernd einer Verdoppelung der Leistung gegenüber einem vergleichbaren Ultrasparc III System.

Die Leistung des Itanium-2 Prozessors soll durch architektonische Verbesserungen erreicht werden: ein auf dem Siliziumplättchen befindlicher Level 3-Cache mit drei Megabyte sowie zusätzlichen Ausführungseinheiten und Ausgabe-Ports. Hinzu kommen höhere Datengeschwindigkeiten einschließlich einer Verdreifachung der Systembus-Bandbreite, die Ein-Gigahertz-Frequenz und verbesserte Latenzzeiten des Caches.

Alle Itanium-2 Voraussagen sind Schätzungen von Intel und basieren auf folgendem System: Taktrate ein Gigahertz, integrierter Drei-Megabyte Level-3-Cache und zwei Gigybyte DDRAM. Als Operationssystem setzte Intel Microsoft .NET Beta OS oder Windows 2000 64-bit Beta OS ein. Zusätzliche Informationen über die Enterprise-Leistungen und Benchmarks finden Sie hier. (PCWELT/ala)