Erste Bilder vom neuen Palm m505

Auf mehreren Webseiten kursieren Fotos eines neuen Palm-Modells, das auf der CeBIT im März vorgestellt werden soll. Der Palm m505 ähnelt demnach dem Palm V und soll ein Farbdisplay sowie einen Erweiterungsslot für SD-Karten besitzen.

Auf den Internetseiten von Palmstation und PDA Buzz ist seit kurzem ein Bild des Palm m505 zu finden, das aus einer anonymen Quelle stammt. Ob es sich dabei um eine geschickte Fälschung oder tatsächlich um den neuen PDA handelt, muss sich erst noch erweisen. Ein deutscher Sprecher von Palm jedenfalls wollte gegenüber tecChannel.de die Echtheit der Bilder weder bestätigen noch dementieren. Er verwies uns lediglich auf die offizielle Sprachregelung, wonach Palm innerhalb der ersten Jahreshälfte ein neues Gerät vorstellen werde, das in der Tradition des Palm V stehe. Wir veröffentlichen das Bild mit freundlicher Genehmigung von Palmstation.

Palm m505: Das Symbol "Card Info" (oben rechts) deutet auf den Erweiterungsslot für SD-Karten hin.

Das Bild bestätigt diese Aussage. Der Palm m505 ähnelt stark dem Palm V, das Gehäuse scheint jedoch ein wenig dicker und größer zu sein. Neu ist vor allem der Slot für SD-Cards für Erweiterungen wie Modem, GPS-Empfänger, Bluetooth-Module, MP3-Player oder Digitalkamera. Palm-CEO Carl Yankowski hat den SD-Karten-Slot bereits vor längerer Zeit angekündigt. Der PDA-Marktführer kopiert damit das Erfolgsrezept von Handspring, dessen Visor-Modelle einen Steckplatz für Karten im proprietären Springboard-Format besitzen. Die SD-Card als "Secure Digital" soll dank Verschlüsselung auch die Musikindustrie für sich gewinnen.

Der neue Palm-PDA wird Palmstation zufolge 449 oder 499 US-Dollar kosten und ist wie der Palm IIIc mit einem Farbdisplay ausgestattet, das bei 16 Bit Farbtiefe 256 Farben darstellen kann. Sollte der PDA allerdings bereits mit dem auf der Entwicklerkonferenz Palm Source vorgestellten Betriebssystem Palm OS 4.0 laufen, ist ebenso ein Display mit 16 Bit Farbtiefe und 65.536 Farben denkbar. Damit würde Palm auch in dieser Hinsicht mit dem Farb-PDA Visor Prism von Handspring gleichziehen.

Nähere Details zur Hardware sind bislang nicht bekannt. Es ist allerdings zu erwarten, dass Palm mit dem neuen Modell erstmals standardmäßig eine Dockingstation mit USB-Anschluss liefert. Diese ermöglicht einen schnelleren Datenabgleich mit dem PC als über die bisherige serielle Schnittstelle der Palm-Cradles. Vielleicht rüstet Palm seinen neuen PDA wie Handspring beim Visor Prism oder Platinum auch erstmals mit einem 33-MHz Dragonball-Prozessor von Motorola aus. Bisher lag die Palm-Höchstgrenze bei 20 MHz.

Einen Vergleichstest der Farb-PDAs Palm IIIc und Visor Prism finden Sie hier. Näheres zu Trends und Technologien im Markt der mobilen Minirechner lesen Sie in unserem Report PDA-Technologien für die Zukunft. (jma)