Einkaufen im Cyber-Shop

Online-Shops sind häufig nur ein Abklatsch von Print-Katalogen. Statische 2D-Bilder in schlechter Qualität, spartanische Produktbeschreibungen und eine unübersichtliche Darstellung sind eher die Regel als die Ausnahme. Dass es auch anders geht, soll das Forschungsprojekt "Intellect" zeigen.

Von: Kai-Oliver Detken, Bernd Reder

Das perfekte Online-Shopsystem gibt es leider nicht. Die vorhandenen Lösungen haben mit folgenden Unzulänglichkeiten zu kämpfen:

- Es fehlen Standards und Schnittstellen zu anderen Programmen.

- Die Kommunikationsmöglichkeiten des Mediums Internet werden nur unzureichend genutzt. So beschränkt sich die Interaktion zwischen Anbieter und Kunde in vielen Fällen auf den Austausch von E-Mails.

- Die Hilfefunktionen sind unterentwickelt.

- Die Systeme sind umständlich zu bedienen und zu konfigurieren.

Die einzelnen Module wie Konfigurator oder E-Shop lassen sich auch in andere Systeme integrieren.

Der erste Punkt, also einheitliche Schnittstellen, scheint auf den ersten Blick kein Problem darzustellen. Denn nahezu alle E-Shop-Systeme nutzen Datenbanken, die über Standard-Interfaces mit Bestellsystemen kommunizieren. Daher ist es relativ einfach, neue Techniken zu integrieren, wie CORBA, ODBC und JDBC. Kopfzerbrechen bereiten dagegen die Produktdaten: Sie liegen oft in Formaten vor, die sich nur schwer auf neue Systeme portieren lassen, etwa in Form von EDM- und PDM-Dateien. Ein besonders heikles Thema im Zusammenhang mit E-Commerce ist die Sicherheit. Um die Authentizität, Integrität und Vertraulichkeit der übertragenen Daten sicherzustellen, sollten symmetrische und asymmetrische Verschlüsselungsverfahren eingesetzt werden. Hinzu kommt die Forderung nach sicheren Zahlungssystemen, um speziell den Bereich "Business to Consumer" (B-to-C) abzusichern. Zwar wurde eine Reihe von Projekten gestartet, die sich mit der Absicherung von Internet-Diensten beschäftigen. Doch diese Ansätze haben sich entweder nicht durchgesetzt oder mündeten in proprietäre Lösungen.