Drahtlos und sicher

Virtual Private Networks (VPN) bieten einen kostengünstigen und sicheren Zugang ins Intranet eines Unternehmens. Mit der wachsenden Mobilität der Mitarbeiter und der steigenden Bandbreite in den Mobilfunknetzen wird die Einbindung von datenfähigen Handys oder Personal Digital Assistants (PDA) in private Netze immer wichtiger.

Von: Dr. Thomas Hafen

In den nächsten Jahren soll das Angebot an Endgeräten mit integrierter Mobilfunktechnik stark zunehmen. Laut einer Studie des Wireless-Spezialisten ARC Group gehören 2006 bereits 48 Prozent aller weltweit verkauften Notebooks und Handhelds zu diesem Typ, das Marktvolumen beträgt demnach 56 Milliarden Dollar.

Mit dem größeren Angebot und der erhöhten Leistungsfähigkeit wird die Integration solcher Geräte in Firmennetze immer attraktiver. Die Analysten von Berlecon Research sehen denn auch für mobile Business-Lösungen ein "rasantes Wachstum" voraus. Im Jahr 2005 werden laut Berlecon alle Großunternehmen in Deutschland den Zugriff auf ihre IT-Struktur über mobile Endgeräte ermöglichen, bis 2008 sollen 40 Prozent der kleinen Betriebe nachgezogen haben. Das Marktvolumen soll 2005 zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro betragen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 56 Prozent (siehe folgendes Bild).

Die Umsätze im Bereich mobile Unternehmens-Kommunikation sollen bis 2005 im Durchschnitt um jährlich 56 Prozent wachsen.

Die Einbindung der Wireless Devices in die Firmen-IT wird wohl hauptsächlich über Virtuelle Private Netze erfolgen, die auf dem Internet Protocol aufsetzen (IP-VPN, zur Definition siehe Glossar). Alle Analysten sagen diesem Typ der Kommunikationsstruktur große Wachstumspotenziale voraus. Europäische Unternehmen sollen bis 2005 mit rund 16 Milliarden Dollar etwa 3,5-mal mehr für VPN-Produkte und Services ausgeben als 2001, so eine Prognose des Marktforschungsinstituts Infonetics Re-search. 82 Prozent der 300 befragten Unternehmen wollen außerdem Handhelds im VPN nutzen. Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan kommt zu ähnlichen Ergebnissen: Der Markt habe gute Zukunftsperspektiven, 45 Prozent der befragten 200 westeuropäischen Großunternehmen nutzten bereits ein IP-VPN, 85 Prozent der restlichen Konzerne planen dessen Einführung in den nächsten zwei Jahren. Auch IDC-Analyst Peter Hulleman erwartet enorme Steigerungen: Im Jahr 2005 sollen in Westeuropa für IP-VPN-Equipment 2,2 Milliarden Dollar ausgegeben werden, zirka dreimal so viel wie 2000. Bei den Services beträgt die prognostizierte Steigerungsrate sogar 600 Prozent.