VW, Audi oder BMW?

Dienstwagen: Porsche nur für Spitzenverdiener

Er arbeitet für die Baubranche in Nordrhein-Westfalen und sitzt am Steuer eines VW. Das ist der typische Dienstwagennutzer. Bei IT-Leitern darf das Auto knapp 48.000 Euro kosten, wie der "Firmenwagenmonitor Deutschland 2014" auflistet.

Der rote Ferrari 308 GTSi von Fernsehdetektiv Thomas Magnum bleibt unerreichbar. Doch die Dienstwagen, die deutsche Unternehmen ihren Managern bereitstellen, können sich durchaus sehen lassen: VW, Audi und BMW sind am meisten verbreitet. Das geht aus dem "Firmenwagenmonitor Deutschland 2014" hervor. Für diesen haben die Marktforscher von Compensation-Online, Hamburg, Daten aus knapp 390.000 Arbeitsverhältnissen analysiert.

Grundsätzlich gilt: je höher das Einkommen, umso teurer das Auto. Das Gehaltsniveau spielt eine wichtigere Rolle als die Größe des Unternehmens. Sofern es einen typischen Dienstwagen-Fahrer gibt, ist er männlich und arbeitet in Nordrhein-Westfalen für die Baubranche. Bei den Führungskräften reicht die Bandbreite vom Gesellschafter-Geschäftsführer, dessen Firmenwagen üblicherweise knapp 59.000 Euro kosten darf, bis zum Niederlassungsleiter mit seinem Fahrzeug für knapp 44.000 Euro.

Werden alle Firmenwagen zusammengenommen, liegt VW mit einem Anteil von 28 Prozent vorn. Audi folgt mit 20 Prozent und BMW mit 13. Unter der Zehn-Prozent-Marke bleiben Mercedes (acht Prozent), Ford und Opel mit jes sechs Prozent sowie Skoda mit fünf Prozent.

Informatiker fahren am liebsten VW und Audi

Die Marktforscher unterscheiden zwischen Führungs- und Fachkräften. Für 39 Prozent der IT-Führungskräfte gehört ein Firmenwagen im Wert von 46.000 Euro zum Vergütungspaket. 43 Prozent der IT-Leiter dürfen sich einen Wagen zum Preis von 48.000 Euro aussuchen. Damit liegen sie gleichauf mit den Marketingleitern, aber naturgemäß hinter den Vertriebsleitern. Diese fahren zu 76 Prozent einen Dienstwagen.

Ganz anders die Fachkräfte in der IT. Nur jeder achte IT-Profi fährt auf Kosten des Arbeitgebers, dann aber am liebsten Audi ( 43.500 Euro) oder VW (34.000 Euro). Zum Vergleich: Im Vertrieb kommt jeder Vierte in den Genuss eines Dienstwagens.

Soweit die Durchschnittswerte. Die Skala scheint bei Führungskräften nach oben offen. Spitzenverdiener, die über 200.000 Euro im Jahr verdienen, fahren Porsche, wenn es mit dem Image des Arbeitgebers vereinbar ist. Diesen lässt sich das Unternehmen dann 87.830 Euro kosten.

Aber auch die anderen Automarken liegen nicht mehr bei den genannten Bruttolistenpreisen, wenn es um hohe Einkommen geht. Wer 100.000 Euro verdient, fährt einen BMW im Wert von 48.255 Euro. Bei einem Einkommen von 98.000 Euro ist es ein Mercedes für 48.382 Euro. VW taucht in diesem Edelranking nach Audi und Volvo erst an sechster Stelle auf.