Die schlimmsten IT-Fehler

Die zehn größten IT-Irrtümer und -Fehlprognosen

Irrtum 6: Das papierlose Büro

„Das zeitraubende Hin- und Hergeschiebe von Papier wird im Büro der Zukunft durch Informationsverarbeitung mit Computer ersetzt.“ Prognose des Palo Alto Research Center , 70er Jahre

Auch so ein Mythos, der mit dem Aufkommen der ersten Bürocomputer wieder ausgegraben wurde. Schon in den siebziger Jahren wurde die Digitalisierung der Büroumgebung als Mittel zum Abbau der Papierberge angepriesen. Alle Welt sprach davon, dass dank der technologischen Fortschritte das Papier in Kürze aus den Büros und Amtsstuben verschwunden sei und einer rationelleren Arbeitsweise Platz mache.

Über 30 Jahre später ist das papierlose Büro immer noch in weiter Ferne – schlimmer noch: Wenn man den Statistikern glauben kann, nimmt der Papierverbrauch nicht ab, sondern zu. „Firmen verdoppeln die Anzahl ihrer Dokumente alle zwei Jahre“, so die Beobachtung von Philip Carnelly, Analyst beim britischen Marktforschungshaus Ovum.

E Ink als Ausweg: Vielleicht reduziert in Zukunft ja „wiederbeschreibbares“ elektronisches Papier den Verbrauch an echtem Papier im Büro. (Quelle: E Ink)
E Ink als Ausweg: Vielleicht reduziert in Zukunft ja „wiederbeschreibbares“ elektronisches Papier den Verbrauch an echtem Papier im Büro. (Quelle: E Ink)

Dabei ist das Handling auf ausschließlich elektronischem Wege wesentlich einfacher und umweltschonender. Stimmt schon. Doch andere, gewichtigere Argumente sprechen für Papier. So ist Papier immer noch der günstigste und unkomplizierteste Informations- beziehungsweise. Datenträger. Beispielsweise ist kein Lesegerät erforderlich, das vielleicht nach wenigen Jahren schon wieder veraltet ist. Abgesehen davon, dass Lesen längerer Texte am Bildschirm kein Vergnügen ist – und hinter dem Papierausdruck deutlich hinterherhinkt.