Die letzte Meile drahtlos überbrücken

Punkt-zu-Mehrpunkt-Richtfunk (PMP) ist eine der alternativen Zugangsmöglichkeiten für die so genannte letzte Meile. Die Gründe für die wachsende Beliebtheit dieser Access-Technik liegen auf der Hand: Die Installation ist in der Regel unkompliziert und verlangt keine hohen Einstiegsinvestitionen - und die laufenden Kosten sind meist niedriger als für drahtgebundene Mietleitungen. NetworkWorld sprach mit Kunden verschiedener Richtfunk-Anbieter über ihre Beweggründe, die zur Entscheidung für diese Zugangstechnik führten.

Von: Petra Adamik

'Uns hat der Einsatz einer neuen Technik gereizt, zumal die Kosten mit der neuen Richtfunktechnik geringer sind, als die einer klassischen Standleitung.'

"Der Einsatz einer neuen Technik hat uns gereizt, zumal die Kosten geringer sind als die einer klassischen Standleitung", begründet Friederike Hoheisel, Prokuristin der Multiwork Personalmanagement Hoheisel GmbH im oberbayerischen Rosenheim die Entscheidung, die letzte Meile mit PMP-Richtfunk zu überbrücken. Darüber hinaus war auch die hohe Übertragungsgeschwindigkeit ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Die Kommunikationsfähigkeit ist Grundlage für das Tagesgeschäft des Zeitarbeitsunternehmens, das seit mehr als zehn Jahren technische, gewerbliche und kaufmännische Fachkräfte in Bayern vermittelt. Neben dem Kontakt zu den Kunden zählt dazu in erster Linie der intensive Austausch zwischen der Hauptgeschäftsstelle in Rosenheim und den Niederlassungen in München und Landshut.

Auf der Suche nach dem richtigen Carrier sondierten die Rosenheimer den Markt und entschieden sich schließlich für die Zusammenarbeit mit dem Münchner Anbieter Callino, der ihnen das beste Preis- Leistungsverhältnis bot und sich im Rahmen der Verhandlungen als kompetenter Partner erwies. Laut Vertrag mit den Münchnern steht Multiwork eine permanent verfügbare Basisbandbreite von 512 kBit/s zur Verfügung, wobei die Peakbandbreite bis zu 1536 kBit/s beträgt. Die Partner haben sich zunächst auf eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten geeinigt. Die monatlichen Kosten schlagen mit 498 Mark zu Buche. Für die Bereitstellung des Zugangs sowie der notwendigen Komponenten, wie beispielsweise der Antenne, verlangte Callino eine einmalige Gebühr von 998 Mark. "Die Richtfunktechnik hat unsere bisherigen Kosten deutlich reduziert", sagt Friederike Hoheisel, "auch wenn wir über den tatsächlichen Kosten-Nutzen-Aspekt frühestens in sechs Monaten eine verbindliche Aussage treffen können, da der Richtfunkanschluss bei uns erst seit dem 15. Februar 2001 installiert ist."

'Für den Richtfunk als Zugangstechnik haben wir uns entschieden, weil die Kosten interessant sind und uns zudem die hohe Bandbreite reizte.'

Rundum gut betreut

Die Installation der notwendigen Komponenten ging nach Aussage von Friederike Hoheisel relativ problemlos über die Bühne. "Natürlich gab es diverse kleinere Probleme, die Callino allerdings durch den Einsatz kompetenter Techniker sehr schnell löste." Die Erwartungen, die Multiwork an den Richtfunkzugang stellte, haben sich erfüllt. "Weil wir in Rosenheim der erste Callino-Partner waren, rechneten wir mit mehr Startschwierigkeiten", räumt Frau Hoheisel ein, "wir wurden jedoch positiv überrascht und hoffen natürlich, dass das System weiterhin so gut funktioniert wie bisher."