Deutschlands schnellster Supercomputer

Das Leibniz-Rechenzentrum in München erhält Deutschlands Nationalen Höchstleistungsrechner. Der HLRB II basiert auf SGIs Itanium-Plattform und soll mit seinen 6656 CPUs eine Rechenleistung von 69 TFlop/s bieten.

Am 16. Dezember 2004 wurden in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Verträge für Deutschlands schnellsten Supercomputer unterzeichnet. Der Vorsitzende der 1759 gegründeten Akademie, Professor Heinrich Nöth, und der Vorsitzende des Direktoriums des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ), Professor Heinz-Gerd Hegering, platzierten gemeinsam mit Robert Übelmesser vom Supercomputer-Hersteller SGI ihre Unterschriften unter den Beschaffungsvertrag.

Die Kosten für den neuen HLRB II (Höchstleistungsrechner in Bayern) betragen 38 Millionen Euro. Diese teilen sich der Bund und das Land Bayern. Die Betriebskosten in Höhe von 3 Millionen Euro pro Jahr übernimmt das Land Bayern allein. Installiert wird der neue Rechner in einem Neubau des Leibniz-Rechenzentrums auf dem Campus der TU München in Garching. Das neue Gebäude schlägt zusätzlich mit etwa 45 Millionen Euro zu Buche.

Uni-nah: Auf dem Parkplatz der Mathematik-Fakultät der TUM im Bildzentrum entsteht derzeit das neue LRZ. Im Hintergrund ist der Forschungsreaktor München II zu sehen. (Quelle: FMI)
Uni-nah: Auf dem Parkplatz der Mathematik-Fakultät der TUM im Bildzentrum entsteht derzeit das neue LRZ. Im Hintergrund ist der Forschungsreaktor München II zu sehen. (Quelle: FMI)

Nach einer europaweiten Ausschreibung und einer Analyse von Benchmarks mit realen Anwendungen entschied sich das LRZ für Systeme von SGI als Plattform. Die noch unter dem Codenamen "Tornado" laufenden Rechner sind Nachfolger der aktuellen SGI Altix-Linie. Der Ausbau am LRZ erfolgt in drei Schritten.