Deutschlands neuer Number Cruncher: Der Supercomputer HLRB II

In Garching bei München hat das Leibniz Rechenzentrum Deutschlands modernsten Supercomputer gestartet. Mit seinen 4096 Itanium-2-CPUs und seinem durchgängig adressierbaren Speicher von 17 TByte wird er vor allem in der realen Anwendungsleistung neue Maßstäbe setzen.

Nach einer Betriebsdauer von sechseinhalb Jahren wird der im LRZ-Gebäude in der Innenstadt Münchens betriebene Höchstleistungsrechner in Bayern (HLRB I), eine Hitachi SR8000-F1, Ende Juni 2006 außer Betrieb genommen. Er wird durch den erheblich leistungsfähigeren HLRB II ersetzt. Dabei handelt es sich in der ersten Ausbaustufe um ein Altix 4700-System der Firma SGI mit 4096 Intel Itanium2-Prozessoren. Dieser Rechner wird im Laufe des Junis im obersten Stockwerk des LRZ-Neubaus in Garching installiert.

Unübersehbar: Direkt neben der Einfahrt in den Campus Garching hat sich das LRZ mit dem Rechnerwürfel und dem benachbarten Institutsgebäude eine neue Heimat gegeben. (Quelle: LRZ)
Unübersehbar: Direkt neben der Einfahrt in den Campus Garching hat sich das LRZ mit dem Rechnerwürfel und dem benachbarten Institutsgebäude eine neue Heimat gegeben. (Quelle: LRZ)

Die Leistungsdaten des neuen Systems sind bereits in der ersten Ausbaustufe imposant: Mit einer Spitzenrechenleistung von mehr als 26 Billionen Rechenoperationen (TFlop/s) pro Sekunde wird Forschern aus ganz Deutschland am LRZ wieder ein Rechensystem mit europaweit konkurrenzfähiger Rechenleistung zur Verfügung stehen. Aber auch die Größe des Hauptspeichers ist gigantisch: mehr als 17 TBytes (das sind 17000 GByte) werden sehr umfangreiche und neuartige Simulationen ermöglichen.