Den Internet-Laden planen und einrichten

Es ist nicht damit getan, einen Server mit einer Shop-Software ans Internet zu "hängen", um im E-Commerce Erfolg zu haben. Viele Faktoren spielen eine Rolle, angefangen von der Wahl des richtigen Service-Providers, über die Auswahl und Präsentation des Warenangebotes bis hin zum Marketing.

Von: Kai-Oliver Detken

Über das Internet einzukaufen, stößt bei den Online-Usern in Deutschland auf geteiltes Echo. Einerseits ist diese Art des Shoppings für den Kunden bequem: Er muß keine Rücksicht auf Ladenöffnungszeiten nehmen und kann von zu Hause oder vom Arbeitsplatz aus bestellen. Außerdem hat er die Möglichkeit, schnell und einfach Preise zu vergleichen, weil die Geschäfte quasi nur einen Mausklick voneinander entfernt sind. Ein weiterer Bonus ist, daß viele Shops die Waren mittlerweile versandkostenfrei liefern.

Doch diesen Vorzügen steht eine Reihe von "Pferdefüßen" gegenüber. So haben viele Nutzer Bedenken wegen der Sicherheit, weil sie beim Internet-Handel sensible Daten herausgeben, etwa Kreditkarteninformationen. Ein weiteres Manko sind die Verbindungsgebühren. Sie sind zwar in den vergangenen Monaten dank des Wettbewerbs der Internet-Service-Provider und der Telekommunikationsfirmen drastisch gesunken, fallen aber immer noch ins Gewicht. Je nach Art des Produktes kann sich außerdem der fehlende direkte Kontakt zur Ware als hinderlich erweisen, beispielsweise bei Kleidung. Zudem vermissen viele das persönliche Beratungsgespräch mit dem Verkäufer.

Bewertung der Shop-Systeme im Online-Katalogbereich: Einen insgesamt homogeneren Eindruck als die Internet-Läden der Computerbranche machen die Shops der Versandhändler.

Das Einkaufsverhalten der Kunden im Internet unterscheidet sich deutlich von dem im normalen Geschäft. Ein Einkaufsbummel, bei dem sich der Interessent von Angebot zu Angebot klickt, findet praktisch nicht statt. Statt dessen suchen die Kunden gezielt nach bestimmten Produkten. Die Erfahrungen der ersten Online-Shops haben gezeigt, daß der reibungslose und zielorientierte Weg durch das Warenangebot im Mittelpunkt steht, weniger das Kauferlebnis. Findet er nicht das gewünschte Produkt, wechselt der Kunde zu einem anderen Online-Shop oder setzt eine Suchmaschine ein, um einen mit dem gewünschten Angebot aufzuspüren.