Dauertest: Opteron als Server

Mit dem Opteron will AMD dem Konkurrenten Intel den Markt für kleine und mittlere Server streitig machen. Das Dual-Opteron-System von Newisys muss im Vergleich mit Xeon-basierten Maschinen von Dell und IBM beweisen, was es kann.

Spät kam er, aber doch: Kurz vor Ostern traf frisch aus Austin, Texas, ein Dual-Opteron-Testrechner von Newisys bei tecCHANNEL ein. Trotz der 1HE-Ausführung lässt sich der Newisys 2100 (alias "Kephri") nicht wirklich als Pizzabox umschreiben: Bei einer Gehäusetiefe von stolzen 73 Zentimetern passt der Server bei weitem nicht in jedes Rack.

Familien-Pizza: Der Newisys 2100 verpackt seine zwei Opteron-CPUs zwar im Rack-Format, jedoch auf 73 cm Tiefe.
Familien-Pizza: Der Newisys 2100 verpackt seine zwei Opteron-CPUs zwar im Rack-Format, jedoch auf 73 cm Tiefe.

Neben zwei 1800-MHz-CPUs des Typs Opteron 244 bringt das Testsystem 2 GByte Registered DDR-333-SDRAM sowie zwei als Mirror Set konfigurierbare 36-GByte-Festplatten mit Ultra320-SCSI-Interface mit. Neben dem für Letztere zuständigen SCSI-Controller von LSI Logic finden sich auf dem Board integriert auch noch ein Trident-Grafikchip und zwei 100/1000-Mbit/s-Ethernet-Controller von Broadcom. Zwei über getrennte Busse angesteuerte PCI-X-Slots stehen für Erweiterungskarten (einmal volle, einmal halbe Baulänge) parat.

Aufgeräumt: Das Innenleben des Opteron-Testrechners präsentiert sich übersichtlich.
Aufgeräumt: Das Innenleben des Opteron-Testrechners präsentiert sich übersichtlich.

Für Management-Angelegenheiten zeichnet ein eigener Serviceprozessor verantwortlich, der unter anderem die zahlreichen Temperatur-, Spannungs- und Lüftersensoren des Boards überwacht. Er lässt sich per HTTPS oder SSL über eine eigene Fast-Ethernet-Schnittstelle ansprechen. Auf diesem Weg kann der Administrator bei Bedarf auch den Server herunterfahren oder neu starten.