Datensicherung ohne Zeitnot

Klassische Backup-Methoden bekommen die stark steigenden Datenmengen kaum noch in den Griff. Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auf Snapshot-Techniken, die das Zeitfenster reduzieren. Für eine hohe Geschwindigkeit der Datensicherung sorgen dedizierte Speichernetze und Serverless Backup.

Von: Christoph Lange

Die Datenmengen, die Unternehmen speichern müssen, explodieren unaufhaltsam. Durch die steigende Nutzung von Internet und E-Mail sowie den zunehmenden Einsatz von Multimedia-Anwendungen wie Streaming Video werden die Wachstumsraten weiter zulegen. Herkömmliche Backup-Systeme sichern die Daten in der Regel während der Nachtstunden, wenn keine Dateien auf dem Server geöffnet sind. Offene Dateien lassen sich nur mit Zusatzaufwand in einen für das Backup notwendigen konsistenten Zustand bringen. Je größer die Datenmengen werden, umso mehr Zeit nimmt die Sicherung in Anspruch. Dieses so genannte Backup-Zeitfenster überschreitet immer häufiger die maximal mögliche Zeitspanne, in der sichergestellt ist, dass niemand im Netzwerk arbeitet.

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Ein zweiter Grund, warum klassische Konzepte nicht mehr greifen: Immer mehr Systeme müssen rund um die Uhr verfügbar sein. Bei Web-Servern, E-Commerce-Anwendungen oder E-Mail-Plattformen ist es nicht mehr möglich, sie für die Sicherung regelmäßig mehrere Stunden offline zu nehmen. Deshalb setzen immer mehr Anbieter auf Snapshot-Techniken, die das Zeitfenster auf wenige Sekunden reduzieren und nachfolgende Änderungen der Dateien auf Blocklevel protokollieren. Die eigentliche Sicherung erfolgt anschließend im Hintergrund, ohne laufende Anwendungen zu beeinträchtigen.