Das letzte Gefecht

Die Glasfaser ist auf dem Vormarsch, und für viele Experten ist die Kupferuhr abgelaufen. Zumindest mit Gigabit Ethernet schlägt sich das Metall aber noch tapfer.

Von: Andreas Wurm

Der GP45-Stecker vom Alcatel-Spin-Off Nexans.

Ist Kupfer aufgrund des kontinuierlich steigenden Bandbdiereitenbedarfs noch eine zukunftssichere Investition? In den Normungsgremien und auch in den Köpfen vieler Entscheider wird diese Verkabelungsvariante jedenfalls noch nicht aufgegeben.

Im Sommer 1998 verabschiedete das Institute of Electrical and Electronical Engineers (IEEE) die Gigabit-Ethernet-Technik auf Glasfaserbasis mit 1000Base-SX beziehungsweise LX, ein Jahr später als Kupfervariante 1000Base- T. Zurzeit sind in den meisten Unternehmen auf der Etagenebene 10- beziehungsweise 100-MBit/s-Netze vorhanden, was in den meisten Fällen völlig ausreicht. Die Experten gehen jedoch davon aus, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren Gigabit Ethernet auch bis zum Arbeitsplatz eingesetzt wird. Derzeit liegen in den Unternehmen im Tertiär-Bereich, also nach dem Etagenverteiler, vorwiegend Kat.-5/Klasse-D-Kupferleitungen. Diese Verkabelung ermöglicht eine Bandbreite bis 100 MHz für Fast Ethernet mit 100 MBit/s. Um Gigabit Ethernet über Kat. 5 zu ermöglichen haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen