Das Handy – ein ungenutztes Hightech-Potential

Die große Mehrheit der Handy-Besitzer nutzt das Gerät fast nur zum Telefonieren oder Simsen. Angesichts der technischen Möglichkeiten der Mobiltelefone ist das so, als würde man mit einem Porsche nie schneller als 30 fahren. Ein Workshop des Fraunhofer IGD konfrontiert derartiges Consumerverhalten mit mobilen Neuentwicklungen.

Mobile Dienste gelten als einer der Zukunftsmärkte schlechthin. Experten erwarten ein Umsatzwachstum auf bis zu 11 Milliarden Euro im Jahr 2007. Forschungsinstitutionen und Unternehmen entwickeln intensiv neue Anwendungen. Schon stellt das Handy mobile Internet-Dienste zur Verfügung und ist Fremdenführer, Navigationsgerät, Unterhaltungsmedium oder elektronische Geldbörse in einem – allerdings nur potentiell. Praktisch nutzt nur ein verschwindend geringer Anteil der Handybesitzer die mobilen Möglichkeiten. Nur neun Prozent rufen etwa mit Ihrem Mobiltelefon E-Mails ab, ganze zwei Prozent nutzen mobile Informationsdienste.

Das technische Potential moderner Handys wird von den Nutzern kaum ausgereizt. Bild: Fraunhofer IGD
Das technische Potential moderner Handys wird von den Nutzern kaum ausgereizt. Bild: Fraunhofer IGD

Laufen die Neuentwicklungen also ins Leere? Welche Eigenschaften müssten die mobilen Anwendungen haben, um tatsächlich genutzt zu werden? Wie können Unternehmen die neuen Technologien Erfolg versprechend einsetzen? Und welche Auswirkungen hat die ständige Nutzung mobiler Kommunikationsgräte auf unser tägliches Miteinander?

Derartige Fragen diskutiert der Science meets Business Workshop "Mobile Anwendungen der Zukunft" am 14. November 2006 im Fraunhofer IGD in Darmstadt. Renommierte Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zeigen dabei in Kurzvorträgen verschiedene Aspekte mobiler Anwendungen der Zukunft auf.

So gibt Robert Wieland, Geschäftsführer bei TNS Infratest in seiner Keynote einen Ausblick auf Konvergenz, mobile Anwendungen und das Nutzerverhalten von morgen. Dr. Ulrich Pinsdorf, Wissenschaftler am Fraunhofer IGD, erläutert in seinem Vortrag, welche besonderen Sicherheitsaspekte mobiler Anwendungen noch einer Lösung harren. Wie sich die ständige Verfügbarkeit mobiler Telekommunikation auf unser Verhalten auswirkt, ist Gegenstand des Beitrags von Carlos Sommer, Professor an der Hochschule Darmstadt.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch Demonstrationen aktueller mobiler Anwendungen aus dem Fraunhofer IGD. Darunter ist das mobile Spiel Mobile Chase, das die klassische Schnitzeljagd ins elektronische Zeitalter katapultiert. (Detlef Scholz)

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