Das Ende der Konzeptlosigkeit

Der Boom im Sektor IT-Sicherheit hält an. Der wichtigste Trend auf diesem Gebiet ist die Abkehr vom produktorientierten Denken. Die Unternehmen wollen das schwer zu verwaltende Stückwerk hinter sich lassen und runden ihre Konzepte ab.

Von: Dr. Johannes Wiele

In den vergangenen Jahren haben Anwender IT-Sicherheit oft ohne übergreifendes Konzept implementiert: Eine Firewall hier, Virenschutz dort, schließlich Intrusion Detection und dazu vielleicht einen Internetfilter. Inzwischen haben die Unternehmen herausgefunden, dass sie auf diese Weise ein Management-Chaos geschaffen haben, das sich nur schwer überwachen und aktuell halten lässt. Für eine ganze Reihe von Nachzüglern war der 11. September der Anlass, über dieses Problem nachzudenken.

Mich Kabay, Professor an der US-Militäruniversität Norwich, plädierte dafür, Mitarbeiter sensibel an das Thema Sicherheit heranzuführen.

Darüber hinaus gibt der Arbeitsmarkt nach wie vor nicht genug Spezialisten her, und die Budgets sind angesichts der wirtschaftlichen Lage weiter gesunken. Die Unternehmen müssen die Verwaltung der Systeme deshalb technisch so effizient und einfach wie möglich gestalten. Diese Erkenntnis beeinflusst sowohl die innere Organisation der Unternehmen als auch ihr Investitionsverhalten. Auf der CeBIT wird dies eher Diskussionsstoff als Austellungsthema sein.