Cray verkauft X1 an ARSC

Supercomputer-Hersteller Cray kann nach seinem Comeback im November 2002 nun einen weiteren Erfolg melden. Das Arctic Region Supercomputing Center kauft eine Cray X1 mit 128 Prozessoren.

Die Cray X1 wird stufenweise im zweiten und dritten Quartal 2003 beim Arctic Region Supercomputing Center (ARSC) in Fairbanks (Alaska) installiert. Der Supercomputer soll in dieser Konfiguration einen Spitzenrechenleistung von bis zu 1,64 Tera-Flops erreichen. Das ARSC will die X1 für die Untersuchung von Phänomenen der Atmosphäre, Ionosphäre, Umwelt und Geophysik nutzen. Zusammen mit Wartungsverträgen für die bereits beim ARSC installierten älteren Cray-Computer umfasst der Deal 16,4 Millionen US-Dollar.

Supercomputer: Pro Gehäuse (rechts) kann Cray 820 GFlops bieten. Links steht der X1 ein schneller Massenspeicher zur Seite.

Die Preise der X1 beginnen bei rund 2,5 Millionen Euro. Den ersten seiner neuen X1-Rechner lieferte Cray offiziell an das Spanische Institut für Meteorologie aus. Der spanische Auftrag hat ein Volumen von 8,4 Millionen Euro. Fünf Vorserienmodelle arbeiten bereits im Dienst des amerikanischen Militärs etwa an der lokalen Wetterberechnung für Kriegsschauplätze.

Cray hatte erst im November 2002 nach fünfjähriger Entwicklungszeit mit der X1 sein "Comeback" gefeiert. Nach der Übernahme durch SGI 1996 war es still um die Supercomputer-Traditionsfirma aus Seattle geworden. Cray hielt sich lange Jahre mehr durch Service und Wartung bestehender Systeme als durch Neuverkäufe über Wasser.

Einen ausführlichen Bericht zur Cray X1 mit allen wichtigen technischen Details finden Sie hier. Dem Thema Supercomputing widmet sich ein weiterer Artikel. (mec)