Computex: P4-Mainboard mit drei PCI-Express-Slots für Grafikkarten

Der taiwanische Hersteller Jetway zeigt auf der Computex in Taipei ein P4-Mainboard mit insgesamt drei x16-PCI-Express-Slots für Grafikkarten. Was als technische Sensation anmutet, entpuppt sich als Erfinderreichtum der heimischen Ingenieure.

Jetways Mainboard-Modell 775GT4-SLI basiert auf dem Chipsatz nForce4 SLI Intel Edition. Es unterstützt Intels Pentium-4-CPUs mit Dual-Core und verwaltet maximal 4 GByte DDR400-Speicher, aufgeteilt auf vier DIMM-Sockel. Als Grafikschnittstelle nutzt das Mainboard NVIDIAs SLI-Technologie. Sie ermöglicht es, zwei identische GeForce-PCI-Express-Grafikkarten mit SLI-Interface auf einem Mainboard einzusetzen.

Kurios: Durch den dritten x16-PCI-Express-Slot (gelb) entfällt beim Jetway-Mainboard das manuelle Konfigurieren des SLI-Modus.

Im SLI-Modus werden die insgesamt 16 Datenleitungen der PCI-Express-Schnittstelle zu je acht Leitungen auf die zwei x16-PCI-Express-Slots aufgeteilt. Wird nur eine Grafikkarte genutzt, können alle 16 Datenleitungen zur Performance-Maximierung einem PCI-Express-Slot zugewiesen werden. Diese Zuordnung erfolgt in der Regel manuell per Jumper oder mittels einer kleinen Steckplatine. Allerdings nutzen bereits einige Mainboard-Hersteller teurere elektronische Umschalter, die diese Aufgabe automatisch erledigen.

Um das manuelle Konfigurieren zur Festlegung des SLI-Modus zu vermeiden, verwendet Jetway im 775GT4-SLI einen dritten x16-PCI-Express-Slot, der mit allen 16 Datenleitungen verbunden ist. Will der Anwender nur eine Grafikkarte nutzen, muss er diese in den zusätzlichen dritten Slot stecken. Im SLI-Modus befinden sich die Grafikkarten wie gewohnt in Slot eins und zwei. Der dritte Slot bleibt bei dieser Konfiguration frei. (hal)

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