Computex: Grafikkarten und CE-PDA von MSI

Die bislang für Mainboards bekannte Firma Micro Star Int. steigt in den PDA-Markt ein. Auf der Computex zeigt MSI erstmals den MS-2000 Pocket PC mit Windows CE. Zudem will MSI die Bekanntheit der schon länger erhältlichen Grafikkarten steigern.

Das Herz des stiftbasierenden PDAs namens MS-2000 ist eine mit 66 MHz getaktete ARM-720-CPU. Serienmäßig sind 32 MByte ROM und ein ebenso großer Arbeitsspeicher integriert. Bei Bedarf lässt sich dieser über eine Compact Flash Speicherkarte erweitern. Der CF-Steckplatz ist durch seine Typ-1-Auslegung allerdings nicht für IBMs Microdrive geeignet. Zur Kommunikation mit seiner Umgebung stehen dem MS-2000 Pocket PC ein IrDA-Port sowie eine serielle Schnittstelle zur Verfügung.

MSI verwendet bei seinem PDA einen Touchscreen mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel. Das STN-LCD-Display kann 4096 Farben darstellen und verfügt über eine Hintergrundbeleuchtung. Neben der Stiftbedienung über den Bildschirm stehen noch ein seitlich angebrachtes Navigationsrad sowie eine virtuelle Software-Tastatur bereit. Das 230 Gramm leichte Gerät soll es mit seinem Lithium-Ionen-Akku auf eine Laufzeit von acht Stunden bringen.

Erstlingswerk: Mainboardhersteller MSI setzt bei seinem ersten PDA auf Microsofts Windows CE.

MSI gab gegenüber tecChannel zu, dass ihr erster PDA gegenüber der Konkurrenz keine speziellen Besonderheiten aufweise. Darum wolle man den MS-2000 mit einem sehr aggressiven Preis auf den Markt bringen. Dieser stehe zwar noch nicht endgültig fest, soll aber um 300 US-Dollar liegen. In Deutschland soll der MS-2000 Ende September erhältlich sein.

Dass MSI seit geraumer Zeit auch Grafikkarten im Angebot hat, ist in Europa kaum bekannt. Der Erfolg von ABIT und ASUS mit ihren Grafikkarten veranlasst MSI nun wohl dazu, die bislang aus Marketingsicht stark vernachlässigten Grafikkarten künftig intensiver vermarkten. Den Anfang macht MSI mit einer auf der Computex gezeigten GeForce-2-GTS-Karte, die ab Ende Juni mit 64 MByte erhältlich sein soll.

Damit folgt MSI dem Trend, neben dem reinen Mainboard-Geschäft weitere Geschäftszweige zu erschließen. Eine Stagnation der Auftragslage bei den Mainboards sei aber nicht die Ursache für diesen Schritt. Im Gegenteil, man weise überproportionale Wachstumsraten auf und erweitere gerade die Produktionskapazitäten durch den Bau neuer Fabriken. (cvi)