Computex: DDR3-1333-Speicher für Desktop-PCs gesichtet

Die Computerfachmesse Computex ist immer für eine Überraschung gut. Obwohl es noch keinen offiziellen JEDEC-Standard gibt, präsentiert der Speicherhersteller A-DATA bereits erste DDR3-Speichermodule für Desktop-Rechner.

DDR3 ist eine evolutionäre Weiterentwicklung der DDR2-Speichertechnik und bietet höhere Bandbreiten bei niedrigerer Leistungsaufnahme. Allerdings wird die Finalisierung der Spezifikationen für DDR3-DIMMs für Desktop-PCs nicht vor Anfang 2007 erwartet. Derzeit befindet sich noch DDR2-800-Speicher im Desktop-Bereich in der Einführungsphase, da die Prozessor- und Chipsatzhersteller erst kürzlich entsprechende Produkte für diese Speichertechnologie vorgestellt haben. Dagegen gehört die DDR3-Speichertechnologie im Grafikkarten-Bereich bereits zum Standard.

DDR3-1333: Auf dem Stand des Speicherherstellers A-DATA können Besucher erste DDR3-Engineering-Samples für Desktop-PCs bewundern.
DDR3-1333: Auf dem Stand des Speicherherstellers A-DATA können Besucher erste DDR3-Engineering-Samples für Desktop-PCs bewundern.

Nichts desto trotz zeigt der taiwanische Speicher-Spezialist A-DATA in Anlehnung an die bereits existierenden „DDR3-Draft-Spezifikationen“ erste „funktionsfähige“ DDR3-Speichermodule. Die 512- und 1-GByte-MByte-Modul-Versionen sollen mit einer Datentransferrate von 1066 beziehungsweise 1333 MBit/s arbeiten, so der Hersteller. Die korrekte Funktionsweise der DDR3-DIMMs mit den „vorläufigen“ elektrischen Parametern überprüfte A-DATA auf einem Industrietestautomaten für Speichermodule.

DDR3-1066: Die „vorerst“ korrekte Funktionsweise der DDR3-DIMMs überprüft der Hersteller mit Industrietestautomaten für entsprechende Speichermodule.
DDR3-1066: Die „vorerst“ korrekte Funktionsweise der DDR3-DIMMs überprüft der Hersteller mit Industrietestautomaten für entsprechende Speichermodule.

Die technischen Unterschiede zwischen DDR2- und DDR3-Speicher sind nicht gleich offensichtlich, sondern liegen im Detail. Während DDR2-SDRAM-Chips eine Core-Spannung von 1,8 V benötigen, begnügt sich DDR3-Speicher mit 1,5 V. Zur weiteren Energieeinsparung beherrscht DDR3-SDRAM effizientere Powermanagement-Modi. Fortschritt verspricht DDR3-Speicher auch durch 15 bis 20 Prozent niedrigere Latenzzeiten beim Lesen von Daten.

Der Steckplatz von DDR3-Modulen bleibt dagegen bis auf die versetzte Markierungskerbe unverändert im Vergleich zu DDR2-DIMMs. Mit einer 8-Bit-Prefetch-Technologie erlaubt DDR3-SDRAM bei gleicher realer Taktfrequenz höhere Bandbreiten als DDR2-SDRAM mit 4-Bit-Prefetch.

Weitere Informationen über aktuelle Speichertechnologien erfahren Sie in dem Artikel Arbeitsspeicher: Die neuen Standards im Überblick. (hal)

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