Computex: ALi präsentiert Chipsatz für den Athlon 64

Nach dem Motto "One for all" zeigt ALi auf der Computex eine Single-Chipsatz-Lösung für die kommenden AMD-Prozessoren. Die Neuvorstellung integriert alle I/O-Funktionen der Southbridge in einem einzigen Chip.

Rechtzeitig zum Launch der Athlon-64-Prozessoren offeriert die im Mai 2003 zu ULi umgetaufte Chipsatz-Schmiede unter dem Brand ALi den M1689-Chipsatz. Ganz gegen den Trend der Mitbewerber entschied sich ULi, den Chipsatz als Single-Variante herauszubringen. Wie die beiden Bilder zeigen, gleicht sich das Board-Design für den Athlon 64 und den Athlon 64 FX nahezu. Es differiert einzig in den verschiedenen CPU-Sockel-Varianten (754 Pins zu 940 Pins) und der Speicherkonfiguration des Single- beziehungsweise Dual-Channel-Memory-Controllers.

Athlon-64-Plattform: ULi schickt den M1689-Chipsatz mit entsprechendem Sockel- und Speicher-Support in das Rennen um die Gunst der Käufer.

Die im Chipsatz integrierten I/O-Funktionen sind intern per 1-GHz-Bus gekoppelt und bieten nichts revolutionär Neues. Mittlerweile zählen acht USB-2.0/1.1, zwei SATA-Ports mit RAID-0/1-Funktionalität sowie zwei PATA/133-Interfaces zum Standard. Auch eine 10/100-Ethernet-Schnittstelle und die obligatorische AC97-Audio-Anbindung sind vorhanden. Der M1689 Chipsatz soll Ende 2003 in die Massenproduktion gehen.

Athlon-64-FX-Plattform: Die erkennbaren Unterschiede des Athlon-64-FX-Mainboards im Vergleich zum Athlon-64-Board beschränken sich auf den 940-Pin-Sockel und die Anzahl der Speichermodul-Sockel.

Weitaus interessanter dürfte nach einer internen ULi-Roadmap der Nachfolger M1697 sein. Er soll Ende Q1 2004 ebenfalls als Single-Chip-Version erscheinen, aber bereits mit einem x16- und vier x1-PCI-Express-Ports ausgestattet sein. Zusätzlich will der taiwanische Hersteller den Chipsatz mit einem Gigabit-Interface und vier SATA-Schnittstellen mit RAID-0/1- und 0+1-Support aufwerten. Ein optionaler AGP-8x-Port als Übergangslösung ist nicht vorgesehen.

Die aktuellen Southbridge-Chips wie M1563 und M1565 stattete ULi noch mit dem Hypertransport-Chip-Interconnect aus. Bei der Einführung des M1573 Ende 2003 will sich der Hersteller von Hypertransport verabschieden und auf den PCI-Express-Standard als Chip-to-Chip-Verbindung setzen. Zum Funktionsumfang der neuen Southbridge gehören ein Vier-Port-SATA-Interface mit RAID0/1/0+1-Support, erweiterte Audiofunktionalität und vier x1-PCI-Express-Schnittstellen. Gigabit-Ethernet-Support will ULi erst in der Nachfolger-Southbridge M1575 integrieren.

Den Übergang zur PCI-Express-Technologie vollzieht ULi bei den Pentium-4/Prescott-Chipsätzen mit dem M1685 Anfang 2004. Er soll wie das Athlon-64-Pendant über einen x16- und vier x1-PCI-Express-Schnittstellen verfügen. Darüber hinaus wird er Hyperthreading und einen FSB-Takt über 800 MHz unterstützen. Der M1685 soll mit Standard-DDR- sowie DDRII-Speicher arbeiten. Eine spätere M1691-Chipsatz-Version soll Dual-DDRII-Support bieten.

Einen Test der aktuellen Chipsätze für Pentium-4-Mainboards lesen Sie hier bei tecCHANNEL. Einen Vergleich von AMD Opteron, Athlon XP und Intel Xeon sowie Pentium 4 gibt es hier. Detaillierte Informationen zu PCI-Express bietet Ihnen tecCHANNEL in den Beiträgen PCI Express: Der High-Speed-Datenbus im Detail und PCI Express für Grafikkarten.

Den ausführlichen Testbericht des Athlon 64 und Athlon 64 FX mit dem MSI K8T Neo und MSI K8T Master1 finden Sie heute, 23.09.2003, ab 18:00 Uhr bei tecCHANNEL. (hal)

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