Computex 2001: Chipsatz-Showdown in Taipei

Jedes Jahr im Juni ist Taiwans Hauptstadt Taipei das Mekka der Hardware-Branche. Für 2001 heißen die Trends DDR-RAM und Chipsatz-Innovationen. Mitten im Tumult lieferten sich Intel und VIA noch einen belustigenden Marketing-Kleinkrieg.

Im Hightech-Zentrum Taipei sind sogar die grünen Männchen der Fußgängerampeln mit einer Computeranimation versehen. Sie laufen eilig vor sich hin, solange man die Strasse überqueren darf.

Auch sonst scheint es, als ob der Veranstaltungsort der größten asiatischen Computer-Messe niemals stillsteht. Zahlreiche Bars und auch Internet-Cafes haben rund um die Uhr geöffnet und von sechs Uhr früh bis zwei Uhr morgens sind die Hauptstraßen grundsätzlich verstopft.

Ein ähnliches Gedränge herrscht auch auf der Computex, die in diesem Jahr weiter gewachsen ist. Inzwischen sind neben den beiden Haupthallen auch das nebenan gelegene Hyatt-Hotel sowie das Convention Center komplett ausgebucht. Selbst namhafte Firmen wie NVIDIA weichen deshalb in andere Hotels in Taipei aus. In Suiten und Ballrooms kommen so eigene kleine Messen zu Stande.

Halle 1: Die Computex wird immer enger, die Stände immer kleiner - die Messe platzt aus allen Nähten.
Halle 1: Die Computex wird immer enger, die Stände immer kleiner - die Messe platzt aus allen Nähten.

Umso wichtiger ist es daher für die in den Hallen vertretenen Firmen, einen möglichst eindrucksvollen Auftritt hinzulegen. Das führte bereits am ersten Tag der Messe zu einem Eklat zwischen den Chipsatz-Konkurrenten VIA und Intel.