Comdex: Mobiler Scanner-Zwerg als Funktions-Riese

Er scannt und übersetzt Texte, verwaltet Adressen und Termine, erstellt digitale Schnappschüsse und kann Videosequenzen aufnehmen und direkt an einen PC überspielen. Dabei ist der Magic Stick kaum größer als ein Textmarker.

Das jüngste Kind der C-Pen-Familie von C Technologies bringt gerade einmal 80 Gramm auf die Waage. Dennoch gibt es sich als funktionales Schwergewicht. Zum einen scannt der Magic Stick Texte ein, verarbeitet sie per OCR, und hält sie in seinem Flash-Memory zur weiteren Verwendung vor. Zum anderen überträgt er sie per Bluetooth an den PC oder versendet sie über ein Mobiltelefon als SMS oder Fax.

Multitalent: Der Magic Stick scannt Texte, verwaltet Adressen und sendet Streaming-Video direkt ins Web.

Alternativ speichert er die Daten als Adressen oder Termine in seinen integrierten Applikationen ab. Kurze Notizen lassen sich direkt aufnehmen, indem man den Magic Stick wie einen Stift benutzt: Der Scanner registriert sein eigenes Bewegungsmuster und setzt es als Buchstaben oder Ziffer um. Auf Reisen dient der Magic Stick bei Bedarf auch als Maus-Ersatz für das Notebook.

Daneben lässt sich die Scanner-Einheit auch als Digitalkamera einsetzen. Sie erstellt Standbilder mit einer Auflösung von 640x480 Pixel bei 24 Bit Farbtiefe. Oder liefert Videoaufzeichnungen mit einer Frame-Rate von bis zu 20 Bildern pro Sekunde.

All dies funktionierte mit einem noch sehr frühen Prototypen bei unserem Besuch auf der Comdex bereits mit beachtlicher Stabilität.

Der verblüffende Leistungsumfang des Winzlings basiert auf dem von C Technologies entwickelten Argus-ASIC. Er kombiniert auf einem Chip eine ARM7-RISC-CPU mit leistungsfähigen Logikschaltungen zur Bildbearbeitung.

Nach momentanem Stand der Planung gibt es den Magic Stick frühestens Weihnachten 2001 zu kaufen. Als Kostenpunkt peilt C Technologies zwischen 200 und 300 Dollar an. (jlu)