Comdex: Mit Geode-Webpad drahtlos ins Netz

Das Referenzdesign von National Semiconductor für Geode-Webpads trägt Früchte: Ab sofort liefert Honeywell eine erste Implementation als "Honeywell Webpad" an die surfende Kundschaft aus.

Das drahtlose Web Appliance präsentiert sich handliche: Etwa im Letter-Format gehalten und nur gut zwei Zentimeter dick, bringt es kaum 1400 Gramm auf die Waage. Als weniger schlank erweist sich der Preis: 995 Dollar will Honeywell für das Webpad haben.

Ab sofort verfügbar: Das erste drahtlose Internet-Appliance nach National Semiconductors Geode-Referenzdesign.

Gemäß Referenzdesign basiert das Webpad auf einer Geode-GX1-CPU von National Semiconductor (NS). Der auf geringen Stromverbrauch ausgelegte, x86-kompatible Prozessor integriert auf dem Chip auch Sound- und Grafikkomponenten, eine MMU und ein PCI-Interface. Als Betriebssystem kommt Windows CE zum Einsatz, neben Browser und E-Mail-Client bringt das Appliance auch die Textverarbeitung Microsoft PocketWord mit.

Den Anschluß ans Internet übernimmt per DSL oder Kabelmodem eine Basisstation. Zu ihr halten das Webpad und bis zu sieben weitere seiner Kollegen via Funk Verbindung. Dabei teilen sie sich die maximal verfügbare Bandbreite von 1,5 MByte pro Sekunde. Der Abstand zur Basisstation darf maximal 50 Meter betragen.

Der Anwender bedient das Appliance mit Hilfe eines Stiftes über seinen 10-Zoll-Touchscreen. Alternativ lassen sich am USB-Port des Webpad auch Tastatur oder Maus anschließen. Integrierte Lautsprecher sowie ein Kopfhöreranschluss verleihen der Appliance Multimedia-Fähigkeiten. Der Akku erlaubt laut Hersteller eine mobile Arbeitsdauer von vier bis fünf Stunden. Anschließend muss das Webpad zum Aufladen zurück in sein Cradle.

Ein zweites NS-Referenzdesign, das Webpad Metro, harrt derweilen noch der Implementation. Mit ähnlichen Features wie sein Bruder zum häuslichen Einsatz ausgestattet, soll das Webpad Metro über ein Metricom-Ricochet-Funkmodem den gänzlich mobilen Einsatz gestatten. Als Betriebssystem-Optionen sieht NS im Referenzdesign neben WindowsCE alternativ auch Linux und BeIA, die Appliance-Variante von BeOS, vor.

Weitere Informationen zu Appliances finden Sie im tecVision-Beitrag Welches Betriebssystem für Internet Geräte.und dem Report: MPF: Neue Wege ins Web. (jlu)