Comdex: Linux-PDA Yopy ist fertig

Nach langer Verzögerung kommt der Linux PDA Yopy von GMate im Dezember auf den Markt. Im ersten Quartal 2002 gibt es ihn in Europa zu kaufen, sagt Seung-Chae Cheong, Market Manager bei GMate, der Fragen nach dem Release-Datum inzwischen nicht mehr hören kann.

Der aufklappbare PDA von GMate macht bei der Comdex einen ausgereiften Eindruck, obwohl der letzte Feinschliff noch erfolgen soll. Angetrieben wird Yopy von Intels StrongARM-Prozessor mit einer Taktrate von 206 MHz. 64 MByte RAM- und 16 MByte ROM-Speicher stehen zur Verfügung. Bei 240 x 320 Pixel bietet das 3,5-Zoll-Display True-Color-Farbtiefe. Das eingesetzte ARM Linux heißt Linupy und ist als Warenzeichen geschützt.

Echt und in Farbe: Sein verzögertes Debut gibt der Linux-PDA Yopy auf der Comdex. Zwischen den Geräten ist das CDMA-Jacket für den Mobilfunkanschluss zu sehen.

Auf Grund seiner Multimediafähigkeiten und der CPU-Leistung greift Yopy die Pocket-PC-Riege an, obwohl er kleiner und leichter ist. Yopy spielt MP3- und Video-Dateien ab und kann als E-Mail-Client, Voice-Rekorder und Web-Browser benutzt werden. Mit der Applikation Image Pad lassen sich Bilder bearbeiten.

Für Länder mit CDMA-Standard bietet GMate einen schlanken, ansteckbaren Mobilfunk-Aufsatz an. In Deutschland bleibt man für den mobilen Internet-Zugang auf das Handy angewiesen.

Neben den üblichen PIM-Anwendungen (Kalender, Kontakte, Aufgaben, Rechner) hat Yopy einen Texteditor, der im TXT-Format speichert. GMate verspricht außerdem Kompatibilität zu Lotus Notes und Microsoft Outlook. Anhand des File Managers behält der Benutzer die Übersicht über seine Dateien.

Schlank und handlich: An der Seite liegen die Scroll-Tasten, IrDA- und MMC-Port.

Interessant sind die Eingabemöglichkeiten. Mit einem klickbaren Navigations-Key ruft man Anwendungen auf und bewegt sich in denselben. Ein Scroll-Schalter an der Seite dient unter anderem bei den mitgelieferten Spielen zur Steuerung, außerdem lassen sich Hotkeys belegen. Über Programmtasten sind die wichtigsten Funktionen wählbar.

Text gibt man wahlweise über die Hard- und Software-Tastatur ein oder scribbelt mit dem Stift in Palm-ähnlichen Graffiti-Feldern. Kontakt zur Peripherie nimmt Yopy über IrDA, serielle Schnittstelle und USB auf. Erweiterungen sind in Form von MMCs möglich.

Der Preis für den Yopy steht noch nicht endgültig fest. Seung-Chae Cheong nennt 400 US-Dollar als möglichen Retailpreis für Yopy nebst USB-Cradle. Damit liegt der Linux-PDA ungefähr im Preissegment der Topmodelle von Palm und Handspring und nahe bei Windows-CE-Geräten.

Einen Test des Linux-PDAs Agenda VR3d finden Sie hier. (uba)