Comdex: Kontrollen sind lückenhaft

Mit einem Notebook- und Kamera-Verbot hat Veranstalter Key3Media im Vorfeld der Comdex 2001 für Aufregung gesorgt. Am Tag vor der Messe hinterließen die Sicherheitsmaßnahmen einen zwiespältigen Eindruck.

So waren die Sicherheitsschleusen am Eingang der Central Hall am Sonntagvormittag (Ortszeit) nicht aktiviert. Eine Kontrolle der Pakete und Kisten, die die Aussteller in die Halle transportieren, ist nicht vorgesehen und kaum zu leisten. Allerdings kontrolliert am Eingang auch niemand die Lieferanten.

Kontrolle erst Morgen: Am Sonntag (Ortszeit) interessierte sich der Wachmann (rechts im Bild) nicht dafür, wer mit welchen Paketen in die Halle marschierte.

Wie sich zeigte, gelangte man auch ohne Ausweis und mit Taschen bepackt ins weitläufige Foyer und zu den Verbindungswegen der Halle. Erst beim Zugang zum Showroom war Schluss. Wer welches Paket bis dorthin bringt, kümmert die zahlreich vorhandenen Sicherheitsleute nicht. Der Rundgang mit Spürhunden ist damit nicht mehr als eine Momentaufnahme.

Sicherheit: Spürhunde schnüffeln auf dem Comdex-Gelände nach Sprengstoff.

Wie berichtet haben die Veranstalter der Comdex das Verbot von Notebooks und Kameras erst nach den Protesten der angemeldeten Besucher teilweise aufgehoben. Strenge Kontrollen treten an die Stelle des Verbots. Das müssen die Messebesucher als notwendiges Übel akzeptieren. Lückenlose Sicherheit, das hat sich am Sonntag gezeigt, darf man dennoch nicht erwarten. (uba)