Comdex: Erste Fotos von Nintendos Gamecube-Platine

Auf der heutigen Freitag in Las Vegas beendeten Comdex war erstmals Nintendos Spielekonsole Gamecube auch von Innen zu bewundern. Getrieben wird das Gerät von nur zwei Chips: IBMs "Gekko" und dem ATI-Chip "Flipper".

Der Name des Grafik-Prozessors ist eine Anspielung auf den ursprünglichen Codenamen "Dolphin", unter dem der Gamecube entwickelt wurde. Den Grafikchip hat das ArtX-Team für ATI entworfen, nachdem die kanadische Chipschmiede das Unternehmen übernommen hatte.

Flipper wird von NEC in 0,18 Mikron Strukturbreite mit 3 MByte embedded DRAM hergestellt. Der Chip ist mit 202,5 MHz getaktet und verfügt über eine T&L -Einheit.

Dicht gedrängt: In der Mitte "Flipper", darunter die CPU "Gekko". Ganz oben die DRAMs

Der Hauptprozessor des Gamecube ist eine spezielle Version von IBMs PowerPC namens "Gekko". Er läuft mit 405 MHz, und wird in 0,18 Mikron Strukturbreite mit Kupfer-Interconnects hergestellt. Ganz wie ein moderner PC-Prozessor verfügt Gekko über je 32 KByte große L1- und L2-Caches sowie einen 256 KByte große L2-Cache auf dem Die.

Im folgenden Foto ist auch die "Gamecube-Disc" zu sehen. Mit diesem 8 Zentimeter großen proprietären Datenträger will sich Nintendo künftig vor Raubkopien schützen. Die Disc arbeitet ähnlich einer CD, verfügt aber über eine Speicherkapazität von 1,5 GByte und wurde von Matsushita entwickelt.

Der finale Gamecube. Im Vordergrund die 1,5-GByte-Disc.

Auf den Markt kommt Nintendos Gamecube zuerst Mitte 2001 in Japan, für Deutschland ist nicht vor Herbst damit zu rechnen. (fkh/nie)