CES: Intelligente Mikrowellen und Öfen

Ein Anruf mit dem Handy genügt und schon beginnt die heimische Mikrowelle oder der Herd damit, das am Morgen eingestellte Fleisch zu braten. Kommt man nach Hause, ist das Essen fertig. Den Prototypen einer intelligenten Mikrowelle hat das US-Unternehmen Tonight's Menu auf der CES vorgestellt.

Der Clou: Die Mikrowelle lässt sich auch als Kühlschrank nutzen. Die Kühleinheit sei in Zusammenarbeit mit der NASA entstanden, sagte Produktmanagerin Diane E. Valachovic gegenüber tecCHANNEL.DE. Gefertigt wurde der Prototyp von Panasonic. Da die Mikrowelle über einen Thin-Server von Intellon in das Heimnetzwerk eingebunden ist, lässt sie sich laut Valachovic via Internet von einem PC oder sogar einem webfähigen Handy fernsteuern. Für die Übertragung der Befehle in Echtzeit sorgt CORBA-Feedback. In Kürze will Tonight's Menu auch den Prototypen eines intelligenten Ofens präsentieren.

Auf diese Weise braucht man in der schönen, neuen Welt von Tonight's Menu zum Kochen nicht zu Hause sein, da die intelligenten Küchengeräte diese Arbeit selbstständig erledigen. Sie müssen jedoch entsprechend programmiert sein; die Software dazu hat Tonight's Menu für Windows-PCs entwickelt.

Einschalten per Handy: Die Mikrowelle von Tonight's Menu lässt sich von unterwegs fernsteuern.

Und so funktioniert's: Man legt am Morgen etwa einen Schweinebraten in den Ofen und gibt ein, wann man nach Hause kommt. Das Fleisch verdirbt nicht, da das Gerät ein Kühlaggregat besitzt. Zudem ist die Menge (Gewicht) des Fleisches anzugeben. Dadurch "weiß" die Software, wie lange der Braten braucht und schaltet sich dementsprechend ein. Verspätet man sich, genügt laut Tonight's Menu ein Anruf von unterwegs, und das Gerät schaltet in den Warmhaltestatus um. Will man den Kochvorgang stoppen, genügt ebenfalls ein Anruf.

Tonight's Menu will die schlauen Küchengeräte Ende 2003 in den USA in die Läden bringen. Der Bedarf sei in der heutigen hektischen Zeit vorhanden, sagte Valachovic gegenüber tecCHANNEL.DE. Die Geräte sollen nur um etwa 20 Prozent teurer sein als herkömmliche Öfen und Mikrowellen. Um den Ofen oder die Mikrowelle wirklich einsetzen zu können, braucht man aber ein funktionsfähiges Heimnetzwerk - und man sollte vom Nutzen der intelligenten Küchengeräte überzeugt sein. (jma)