CERN: Meilensteine beim größten wissenschaftlichen Instrument der Erde erreicht

Das europäische Zentrum für Kernforschung CERN hat erfolgreich eine Reihe von Simulationen abgeschlossen hat, die für den Gesamterfolg des Large Hadron Collider (LHC)-Projekts von entscheidender Bedeutung sind.

Unter Verwendung eines Itanium-2-Clusters wurde die Wärmeabgabe großer Teilchendetektoren simuliert, die derzeit im Rahmen des LHC-Projekts unterirdisch in einem Ringtunnel installiert werden. Der LHC ist ein riesiger Teilchenbeschleuniger mit einem 27 km langen Ringtunnel, der im Jahr 2007 in Betrieb genommen werden soll. Nach seiner Fertigstellung wird der LHC das größte wissenschaftliche Instrument der Erde sein.

Derselbe Itanium-Cluster half dem CERN ebenfalls dabei, die Leistungsgrenzen für den Hochgeschwindigkeitstransfer von Daten immer weiter zu verschieben. Langsam arbeitet man sich an die erforderlichen Datenraten heran, um die jährlich anfallenden 15 PByte an Daten verarbeiten zu können.

27 km im Kreis: In diesem engen Tunnel werden die Hadronen auf annähernd Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, und prallen dann in Detektoren frontal zusammen. (Quelle: CERN)
27 km im Kreis: In diesem engen Tunnel werden die Hadronen auf annähernd Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, und prallen dann in Detektoren frontal zusammen. (Quelle: CERN)

Der Datentransfer stellt für das CERN eine ständige Herausforderung dar. Mit dem Cluster hat CERN bewiesen, zehn Tage lang Daten mit einer Rekordgeschwindigkeit von 600 MByte/s an die sieben angegliederten Laboratorien in Europa und in den USA übertragen zu können. Das Ergebnis stellte einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur der Übertragungsleistung dar, die für das LHC Computer Grid erforderlich ist.