CeBIT: Wo steckt VIAs Matthew-CPU?

Offiziell hat VIA sein erstes System-on-a-Chip noch nicht angekündigt. Auf VIAs CeBIT-Stand ist jedoch ein Webpad zu sehen, das aller Wahrscheinlichkeit nach mit der Matthew-CPU bestückt ist.

Matthew soll nach dem in unseren Tests nur mäßig schnellen Cyrix III VIAs drittes CPU-Design werden - der Cyrix-III-Nachfolger für den Desktop heißt Ezra. Wie schon die bisherigen Prozessoren der Taiwanesen basiert auch Matthew zum größten Teil auf Entwicklungen der durch VIA aufgekauften CPU-Schmiede Centaur. Neben dem eigentlichen Prozessor verfügt Matthew über einen Memory-Controller und Grafiklogik, die wahrscheinlich der des Savage 4 von S3 entspricht. Dies gilt als sicher, da S3 und VIA ein Jointventure verbindet.

Solch ein System-on-a-Chip eignet sich vor allem für kompakte Computer, die nicht aufgerüstet werden können oder sollen - zum Beispiel für Webpads. Eines zeigt VIA in Hannover.

Kompakt: VIAs Webpad hängt per Wireless LAN am Internet und lädt Messebesucher zum Surfen ein.

Das Webpad läuft unter Windows 98 und ein Blick in die Systemeigenschaften fördert eine für VIA beziehungsweise Centaur ungewöhnliche CPU ID zu Tage.

Matthew inside? Diese CPU ID kennt man von VIA noch nicht.

Dabei kann es sich eigentlich nur um Matthew handeln. Dafür spricht auch, dass die Systeminformation den ungewöhnlichen Wert von 56 MByte RAM anzeigt. Ein integrierter Savage 4 könnte sich durch seine Shared-Memory-Architektur je nach Konfiguration bis zu 8 MByte vom Hauptspeicher abzweigen. Dies würde 64 MByte realer Speicherausstattung entsprechen.

VIA: Halle 13, Stand C73. (nie)