CeBIT: Siemens und die mobile Zukunft

Siemens zeigt auf der CeBIT mit Prototypen, wie sich der Konzern die Zukunft mobiler Geräte vorstellt. Umschwärmte Produkte waren dabei ein "UMTS"-Gerät, der kleinste Beamer der Welt sowie ein optischer Zeichenstift.

Dass Siemens bei der vermeintlichen UMTS-Studie gebündelte DECT-Kanäle für die Übertragung nutzte, tat dem Interesse des Publikums keinen Abbruch. Es störte auch niemanden, dass das Gerät in der auf der CeBIT gezeigten Form nicht auf den Markt kommt. Die handliche Studie mit großem LC-Display und Kamerafunktion auf der Vorder- und der Rückseite zeigte trotzdem überzeugend, was mit UMTS möglich wird.

So stellt sich Siemens ein UMTS-Gerät vor: Auf dem großen Farb-Display lassen sich Videos abspielen.

Die Palette der Anwendungen reicht von Video(-Konferenz) oder Spiel per Stream bis hin zur Mail/MMS mit aktuell geknipstem Bildanhang. Die einhändige Steuerung vieler Menüs und Auswahlfunktionen über ein großes Rollrad zumindest könnte auch bei einem Seriengerät gefallen.

Ohne Anspruch auf Marktreife, aber tatsächlich funktionsfähig war der laut Siemens "kleinste Beamer der Welt". Über eine proprietäre Schnittstelle auf ein Handy aufgesteckt, projiziert der Mini-Beamer ein etwa taschenbuchgroßes Bild auf die Leinwand. Die Entwickler von Siemens beschäftigen sich nun mit der Optimierung der Akkulaufzeit und vor allem der Auflösung. Bis in einigen Jahren soll sich das kleine, schwach projizierte Bild um den Faktor zehn vergrößern.

Kleinster Beamer der Welt: Über eine spezielle Schnittstelle schickt das Handy die Daten an den Beamer.

Mit höherer Auflösung wären PowerPoint-Präsentationen über das Handy möglich. Die Daten - so die Vision - fließen über UMTS auf Handy und Beamer. Während der Messe kommt die Präsentationen per Kabel von einem Notebook. Siemens machte keine Angaben, ob und wann der Mini-Beamer auf den Markt kommt.

Der Handy-Pen wiederum kann derzeit nur tippfaulen SMS-Schreibern Unterstützung bieten. Ähnlich einer optischen Maus zeichnet der Stift ein Bild der Unterlage auf und liest daraus (virtuell) auf den Tisch geschriebene Zahlen oder Buchstaben, die dann auf dem Handy-Display dargestellt werden.

Prototyp: Der optische Zeichenstift schreibt auf die Tischplatte und macht die Daten auf dem Handy-Display sichtbar.

Eine Kombination mit dem Mini-Beamer wäre denkbar, heißt es von Siemens. Kurze Skizzen und Texte könnten dann vom Stift über das Handy auf den Beamer übertragen werden.

Hintergründe und Details zur Messe finden Sie in unserem großen CeBIT-Special. Dort haben wir zudem alle CeBIT-Nachrichten in rubrikenspezifischen News-Kanälen für Sie zusammengefasst. (uba)

Siemens: Halle 27, Stand C32