CeBit: Palm stellt PDAs der m500er-Serie vor

Zwei Tage vor der CeBIT lässt auch Palm die Katze aus dem Sack. Der PDA-Marktführer hat heute mit dem monochromen Modell m500 und dem Farb-PDA m505 zwei neue Geräte vorgestellt, die einen Erweiterungsslot für SD-Karten besitzen.

Wie berichtet, waren im Internet bereits Fotos des Palm m505 mit einigen technischen Details aufgetaucht. Palm hatte diese Bilder bisher weder bestätigt noch dementiert. Es gab nur die offizielle Sprachregelung, wonach Palm innerhalb der ersten Jahreshälfte ein neues Gerät vorstellen werde, das in der Tradition des Palm V stehe.

Palm m500: Das Symbol "Card Info" (oben rechts) steht für den Erweiterungsslot für SD-Karten.

Jetzt sind daraus sogar zwei Geräte geworden, die mit Ausnahme des Displays die gleiche Hardwareausstattung besitzen. Das monochrome Modell m500 stellt auf seinem Touchscreen die gewohnten 160x160 Pixel bei 16 Graustufen dar. Der Palm m505 kommt ebenfalls mit einem 160x160-Pixel-Display, das bei einer Farbtiefe von 16 Bit bis zu 65.536 Farben darstellen kann. Dies ist eine beachtliche Verbesserung gegenüber dem Palm IIIc, der lediglich 256 Farben aufs Display bringt. Damit zieht der Palm m505 von der Qualität des Displays mit dem Visor Prism von Handspring gleich.

Palm rüstet seine neuen Modelle wie Handspring beim Visor Prism oder Platinum erstmals mit einem 33-MHz-Dragonball-Prozessor aus. Bisher lag die Palm-Höchstgrenze bei 20 MHz. Als Speicher bringen die Geräte 4 MByte ROM und 8 MByte RAM mit. Die Stromversorgung erfolgt über ein Lithium-Polymer-Akku. Erstmals liefert Palm standardmäßig auch eine USB-Dockingstation zum schnellen Datenabgleich mit dem PC mit.

Neu ist vor allem der Slot für SD-Cards, der Erweiterungen wie Modems, GPS-Empfänger, Bluetooth-Module, MP3-Player oder Digitalkameras ermöglicht. Palm-CEO Carl Yankowski hat den SD-Karten-Slot bereits vor längerer Zeit angekündigt. Der PDA-Marktführer kopiert damit das Erfolgsrezept von Handspring, dessen Visor-Modelle einen Steckplatz für Karten im proprietären Springboard-Format besitzen. Die SD-Card als "Secure Digital" soll dank Verschlüsselungstechnologie auch die Musikindustrie für sich gewinnen.

Palm m505: Das Display des PDAs stellt bei einer Farbtiefe von 16 Bit 65.536 Farben dar.

Als Betriebssystem kommt Palm OS 4.0 zum Einsatz. Es unterstützt Displays mit einer Farbtiefe von 16 Bit, SD-Karten, USB und bietet mehr Telefoniefunktionen. Hinzu kommen verbesserte Multimediafähigkeiten (Sound, MP3, Video) und erweiterte Alarmfunktionen. Laut Palm sind die PDAs der m500er-Serie dank Palm OS 4.0 auch Bluetooth-fähig.

Auch die Softwareausstattung kann sich sehen lassen. Das Mobile Internet Kit enthält den E-Mail-Client Multi-Mail und einen WAP-Browser für den mobilen Zugriff ins Internet. Hinzu kommen ein E-Book-Reader, der Webbrowser AvantGo, MGI PhotoSuite zum Betrachten von Bildern und Videos sowie die Software Documents to Go, mit der sich Word- und Excel-Dokumente unter Palm OS betrachten lassen.

In den USA werden die beiden neuen PDAs ab 18. April erhältlich sein. In Europa sollen sie Anfang Mai in Stückzahlen auf den Markt kommen. Der empfohlene Verkaufspreis für den monochromen m500 beträgt wie beim neuen Visor Edge 999 Mark, das Farbmodell m505 kostet 1199 Mark. (jma)