CeBIT: Microsoft zeigt deutschen MSN Explorer

Die deutsche Version des MSN Explorer kommt zwar erst im Sommer, MSN zeigte aber auf der CeBIT bereits eine Vorversion. Mit dem personalisierten Browser auf Basis des Internet Explorer 5.5 will Microsoft dem Client von AOL Konkurrenz machen.

Der MSN Explorer versteht sich als Browser für Benutzer, die Zugang zu Diensten wie Mail, Chat, Instant Messaging, Adressbuch und SMS wollen, ohne sich vertraglich an einen Provider zu binden. Die Navigation soll vor allem auch Einsteiger ansprechen. MSN bleibt dabei weiter beim Konzept Internet-by-Call (2,9 Pfennige pro Minute). Zumindest will Patrick Tensil, Marketing Manager bei MSN, auf der CeBIT nichts von DSL-Angeboten oder ISDN-Flatrates wissen. Entsprechendes sei derzeit nicht geplant.

Anwenderfreundlich: In der Navigation des MSN Explorers sind alle Dienste von Microsoft erreichbar.

MSN setzt mit Hotmail oder einer Onlineversion des Lexikons Encarta vor allem auf Services, die das Mutterhaus bietet. Der Kern der Strategie besteht darin, diese Dienstleistungen unter einen Browser-Hut zu bringen und zu vermarkten.

Microsoft zeigt sich mit dem Browser sogar zurückhaltender als gewohnt. Der MSN Explorer soll nicht in Konflikt mit parallel installierten Browsern kommen. Auf eine voreingestellte DFÜ-Verbindung zu MSN by-call wird verzichtet. Allein die Startseite von MSN ist fest definiert und lässt sich im Unterschied zum Internet Explorer nicht ändern.

MSN: Halle 2, Stand A02. (uba)