CeBIT: Das Notebook ohne Akkus

ECS Elitegroup vereinigt die Vorteile von Notebooks und Desktop-PCs und nennt diese Lösung DeskNote. Nach dem Motto: "Back to the Roots" wird das Gerät statt über einen integrierten Akkupack aus der Steckdose mit Strom versorgt.

Nach Einschätzungen von Elitegroup betreiben nahezu 90 Prozent aller Benutzer ihr Notebook ausschließlich über einen Adapter am Stromnetz. Aus diesem Grund entwickelte ECS das DeskNote-Konzept und bietet unter dem Namen "i-Buddie" verschiedene Modelle an.

Das Grundkonzept besteht darin, standarisierte Desktop-Komponenten wie Mainboard, Speicher und Prozessor in ein Notebook-Gehäuse einzubauen. Die Stromversorgung erfolgt grundsätzlich über das Netz. Um mobil zu bleiben, besteht die Möglichkeit, einen externen Akku zu verwenden.

Vorteile dieser Geräte sind die geringen Abmessungen des Notebookformats und ihr geringes Gewicht, weil Akku und Ladeelektronik fehlen. Außerdem ergibt sich ein Preis, der auf dem Niveau eines Desktop-PC liegt, da nur preiswerte Standard-Komponenten eingesetzt werden. Das Manko des fehlenden PC-Card-Slots muss der Anwender allerdings durch das Anschließen der gewünschten Geräte an den USB- oder FireWire-Port (IEEE1394) ausgleichen. Die i-Buddies wird es je nach Konfiguration ab 1000 Euro geben.

Angebunden: Durch den fehlenden internen Akku ist der Notebookersatz "i-Buddie" auf die Stromversorgung aus der Steckdose angewiesen.

Der i-Buddie mit der Typenbezeichnung A900 arbeitet mit dem VIA-C3-, der A901 mit einem Celeron-Prozessor von Intel. Als Chipsatz verwendet Elitegroup den SiS630ST mit integrierter AGP-4x-Grafik. Beide Modelle sind mit 128 MByte PC133-Speicher auf herkömmlichen DIMMs ausgestattet. Zu den weiteren Features gehören eine 10-GByte-Festplatte mit Ultra-ATA/66-Schnittstelle und ein 8x-DVD-Laufwerk, das CDs mit 24x lesen kann. Als Schnittstellen kommen vier USB-1.1-Ports, 10/100-MBit-LAN, AC97-Audio mit S/PDIF, 56k-Modem, IrDA und TV-Out zum Einsatz. Ein 14 Zoll großes TFT-Display sorgt für den visuellen Datenaustausch zwischen Mensch und Maschine.

Das High-End-Modell A928 unterstützt den Intel Pentium 4 bis 2,4 GHz, als Chipsatz setzt ECS den SiS650/SiS961 ein. Für die Athlon-XP- und Duron-Prozessoren von AMD im Modell A929 verwendet ECS den SiS740/SiS961-Chipsatz. Beide Modelle arbeiten mit herkömmlichen DIMMs nach DDR266 oder DDR333. Der Speicherausbau beträgt 128 oder 256 MByte. Als optisches Laufwerk benutzt ECS das gleiche DVD-ROM, als Massenspeichermedium dient hier aber eine Ultra-ATA66-Festplatte mit 15 GByte. Zu den bereits bekannten Schnittstellen der A900-Varianten verbaut der Hersteller zusätzlich einen FireWire-Anschluss. Die USB-1.1-Schnittstellen wurden bei diesem Modell durch USB-2.0-Ports ersetzt. Ein 15-Zoll-TFT sorgt für den nötigen Überblick auf dem Desktop.

Das Konzept der "schnurgebundenen Notebooks" mag auf den ersten Blick ein Rückschritt sein. Doch auf den zweiten Blick ist es durchaus sinnvoll, da Preis und Leistung der Geräte für das angebotene Einsatzgebiet stimmen. Die sonst für Mainboards bekannt Firma Shuttle greift mit dem "X-Book" ebenfalls dieses Konzept auf. Nähere Informationen über dieses Design sind aber noch nicht zu bekommen.

Hintergründe und Details zur Messe finden Sie in unserem großen CeBIT-Special. Dort haben wir zudem alle CeBIT-Nachrichten in rubrikenspezifischen News-Kanälen für Sie zusammengefasst. (hal)

ECS: Halle 19, Stand C11

Shuttle: Halle 19, Stand C26