CeBIT: AthlonXP-M mit unter 1 Volt

AMD bemüht sich in Hannover, mit einem neuen Prozessor Intels Centrino-Show zu stören. Der Athlon XP-M ist die erste AMD-CPU, die mit unter einem Volt Spannung arbeiten kann.

Der neue Produktname Athlon XP-M steht für eine ganze Prozessorfamilie. Insgesamt hat AMD in Hannover am Mittwoch zwölf neue Mobil-CPUs vorgestellt. Auf dem Barton-Core mit 512 KByte L2-Cache basieren nur Athlon XP-M 2400+ und 2500+. Sie entsprechen den Desktop-Versionen und passen auch in den Socket A, verfügen jedoch zusätzlich über AMDs Stromspartechnologie PowerNow.

Das gilt auch für die Mobilprozessoren mit Thoroughbred-Kern (256 KByte L2-Cache), die AMD jetzt als Athlon XP-M mit Model Numbers von 2000+ bis 2600+ anbietet. Laut AMDs eigenem System der Model Number schlägt dabei also einmal mehr der Thoroughbred-Kern den Barton, der zwar mit mehr Cache, aber weniger Takt daherkommt. Da die bisher genannten CPUs fast so viel Strom verbraten können wie Desktop-Prozessoren, empfiehlt AMD ihren Einsatz in Notebooks, die als Ersatz für Desktop-PCs dienen sollen. Diese Oberschenkel-Heizungen behindern jedoch in der Regel auch durch ihre Größe und ihr Gewicht die Mobilität erheblich.

AMDs Kleinster: Die Low-Voltage-Variante sitzt im Micro-PGA-Gehäuse.

AMD prognostiziert daher, dass bis zu 60 Prozent aller Mobil-PCs in Zukunft Subnotebooks sein werden. Und für diesen Markt hat AMD nun mit der Low Voltage-Ausgabe des Athlon XP-M den passenden Prozessor. Er verfügt über den Thoroughbred-Kern und kommt mit Model Numbers von 1400+ bis 1800+ auf den Markt, was Taktfrequenzen von 1,2 GHz bis 1,533 GHz entspricht. Dabei benötigt die CPU je nach Modell und PowerNow-Zustand nur zwischen 0,925 und 1,4 Volt Spannung, was sie recht sparsam macht.

Das thermische Design eines Subnotebooks soll sich laut AMD auf 25 Watt Leistungsbedarf für die CPU auslegen lassen. Zum Vergleich: Für die Barton-Versionen des Athlon XP-M liegt dieser Richtwert bei 45 Watt. Damit die Stomsparer auch in Subnotebooks passen, hat AMD der Low-Voltage-Version des Athlon XP-M ein neues Gehäuse spendiert, das im schon vom Pentium 4 bekannten Format Micro-PGA ausgelegt ist. Die Pins sind dabei über die gesamte Unterseite verteilt.

Pin-Parade: Die Unterseite des Stromsparers.

Zum Start seiner neuen Mobilprozessoren konnte AMD bereits etliche fertige Notebooks von seinen Kunden präsentieren. Neben dem am Stand ausgestellten Rechnern, etwa von Sharp und Fujitsu (Japan), war im Hinterzimmer auch ein Design von FIC zu bewundern. Das im Bild rechts zu sehende Notebook ist zwar nicht besonders klein geraten, soll aber besonders günstig sein - da dürfen die deutschen Kunden auf entsprechende Angebote in Supermärkten und Elektronik-Häusern unter diversen Markennamen hoffen.

Fertig: AthlonXP-M-Notebooks von Sharp, Fujitsu und FIC.

Besondere Aufmerksamkeit erregt das in der Bildmitte zu sehende Notebook mit dem Low-Voltage-Athlon XP-M von Fujitsu, das vorerst nur in Japan auf den Markt kommt. Es wiegt geschätzt um zwei Kilogramm und verfügt als Subnotebook, das weniger Fläche als ein DIN-A4-Blatt belegt, dennoch über ein CD-Laufwerk. AMD gab an, dass Fujitsu-Siemens für den internationalen Markt noch an ähnlichen Designs arbeitet. Das Japan-Modell ist auch direkt am AMD-Stand zu sehen.

Hintergründe und Details zur Messe finden Sie in unserem großen CeBIT-Special. Dort haben wir zudem alle CeBIT-Nachrichten in rubrikenspezifischen News-Kanälen für Sie zusammengefasst. (Nico Ernst)

AMD: Halle 22, Stand A24

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