Bluetooth DevCon: Chip regelt Koexistenz von WLAN / Bluetooth

Mit dem "Hubmaster" präsentiert Bandspeed einen Chip, der eine störungsfreie Koexistenz zwischen Wireless-LAN- und Bluetooth-Geräten ermöglichen soll. Interferenzen beugt die Chip-Elektronik vor, indem sie das von beiden Technologien genutzte 2,4-GHz-Frequenzband überwacht und Datentransfers nur auf ungenutzten Frequenzen zulässt.

Das Problem ist bekannt: Der freie 2,4-GHz-Frequenzbereich wird unter anderem von Wireless LAN und Bluetooth genutzt. Beim simultanen Einsatz beider Funktechnologien sind Komplikationen wie Verbindungsabbruch und geringe Datentransferraten vorprogrammiert.

Großformat: Den Prototypen will Bandspeed bis zum zweiten Quartal 2002 auf Chip-Größe schrumpfen lassen.

Diesem Problem begegnet Bandspeed mit dem Hubmaster getauften Chip: Mittels "adaptive frequency hopping" überwacht der Chip die 79 Frequenzen, die Bluetooth-Geräte nutzen (2,402 GHz bis 2,480 GHz). Ein Signalprozessor untersucht dabei, ob eine Frequenz ungenutzt, von Wireless LAN verwendet oder von anderen Interferenzen überlagert wird. Nur im ersten Fall lässt der Chip einen Datentransfer zu. Die Entwicklung der Chip-Software übernimmt die Firma Open Interface.

Nach Angaben von Bandspeed hält das "adaptive frequency hopping" die Datentransferrate auch bei einem geringen Anteil an freien Frequenzen auf konstantem Niveau. Allerdings halbierte sich bei dem auf der Bluetooth DevCOn gezeigten Chip-Prototypen die Bluetooth-Übertragungsrate bei gleichzeitiger Verwendung von WLAN und Bluetooth-Geräten.

Bandspeed plant, den fertigen Chip etwa ab dem zweiten Quartal 2002 auszuliefern. Über den Preis und potenzielle Lizenznehmer wollte der Hersteller jedoch keine Angaben machen.

Weitere Informationen zum Thema Bluetooth und WLAN finden Sie in den Reports: Bluetooth - Quo vadis, Bluetooth - Der Kabelkiller.und 802.11: Standards für drahtlose Netze. (mma)