Billige Pumpen-Imitate können Rechner gefährden

Der schwäbische Pumpenhersteller Laing hat vor Fälschungen seiner Zirkulationspumpe DDC für Wasserkühlungen im Computer gewarnt. Es seien vereinzelt minderwertige Imitate aufgetaucht, die Laing als gefährlich einstuft.

Nutzern eines Online-Auktionshauses wurde anstatt der versprochenen Laing DDC-Wasserkühlungspumpe ein billiges Imitat geliefert. Die geprellten Käufer informierten daraufhin den mittelständischen Hersteller. Eine Überprüfung im Werk ergab, dass tatsächlich ein minderwertiges Produkt aus China aufgetaucht ist. Es weist eine auffallende äußerliche Ähnlichkeit mit dem Markenartikel auf.

Nur äußerlich ähnlich: Laing-Original (links) und chinesisches Imitat (rechts). (Foto: Laing)
Nur äußerlich ähnlich: Laing-Original (links) und chinesisches Imitat (rechts). (Foto: Laing)

Erst auf den zweiten Blick ließen sich Original und Fälschung unterscheiden. Die Bauhöhe von nur 38 mm des Originals wird mit einer Bauhöhe von 43 mm des Imitats überschritten. Zudem haben die Produktpiraten schwarze statt weißer Schutzkappen verwendet. Auch sämtliche eingespritzten Angaben im Kunststoffgehäuse des Originals fehlen. Ob die Nachbauten notwendige Sicherheitsmechanismen serienmäßig beinhalten, bezweifelt Laing. Denn die Eindrucke der CE-Zulassung für Europa oder der UL-Zulassung für Amerika fehlen ebenfalls.

Der Schaden, den eine minderwertige Pumpe anrichten könne, sei enorm. Man müsse die Imitate als potenziell gefährlich einstufen, so das Unternehmen. Im schlimmsten Falle könne ein Wasserschaden im Computer auftreten. Durch die Kombination von Wasser und Strom würde sogar der Benutzer ernsthaft gefährdet.

„Das elektronisch kommutierte Kugelmotorprinzip unserer DDC scheint für Nachahmer eine noch zu hohe Hürde zu sein“, so Oliver Laing. Die Nachahmung verwende ein Pumpenprinzip, das sich deutlich vom Original unterscheide. Wohl um sicher zu gehen, dass der ahnungslose Kunde den Unterschied nicht bemerkt, ist das Imitat vernietet und voll vergossen, während das Original geöffnet werden kann.

Das mittelständische Unternehmen will nun einem drohenden Image-Schaden vorbeugen. Die mangelhafte Qualität des Imitats, die deutlich schlechtere Förderleistung, Sicherheitsmängel und vor allem die stetig steigende Lautstärke sollen nicht irrtümlich dem Originalprodukt zugeschrieben werden. Laing betonte, dass man sich rechtliche Schritte vorbehalte.

„Vor allem sehr erfolgreiche Produkte werden heutzutage nachgebaut. Da wundert es einen kaum, dass jetzt unsere winzige Gleichstrompumpe DDC an der Reihe ist“, erläutert Oliver Laing. Er verweist auf zahlreiche Awards der DDC, die für ein hohes Renommee des Produkts am Markt gesorgt hätten. (Detlef Scholz)