Aus Intels McKinley wird "Itanium 2"

Nicht einmal einen Tag nach AMDs Ankündigung des Namens "Opteron" für den 64-Bitter Sledgehammer legt Intel jetzt nach. Der bisher als "McKinley" gehandelte Nachfolger des Itanium wird als "Itanium 2" auf den Markt kommen.

Offiziell gibt Intel für den Termin der Ankündigung eine am Donnerstag (Ortszeit) in San Jose stattfindende Konferenz für Analysten an. Dabei will Intel-Vize Paul Ottelini die offizielle Produktbezeichnung des McKinley bekannt geben.

Dass dieser Termin derart nahe an AMDs Veröffentlichung zum Opteron liegt, kann kaum Zufall sein. Immerhin ist das bisherige Presse-Echo ziemlich einstimmig: Vor allem AMDs Zusammenarbeit mit Microsoft, die zeitgleich mit dem Namen Opteron angekündigt wurde, sehen die Beobachter als Durchbruch für den Intel-Konkurrenten an.

Auch wenn Itanium 2 und Opteron prinzipiell 64-Bit-Prozessoren sind, sehen die anvisierten Einsatzbereiche recht unterschiedlich aus. Intel hat den Itanium bisher als reinen Datenbank-Prozessor für "Big Irons" (Großrechenanlagen) positioniert, AMD spricht noch von etwas kleineren Servern.

Merced im Quadrat: Das neue Logo des Itanium 2.

Den Namen Itanium 2 dürfte der McKinley aber in jedem Fall verdient haben. Schon bei der Markteinführung des ersten Itanium war der damals schon als Codename bekannte McKinley als der "wahre" Itanium angesehen worden. In der Tat soll Itanium 2 die Leistung des Itanium um den Faktor 1,5 bis 2 übertreffen - die technischen Details sind diesem Report zu entnehmen. Die Markteinführung des Itanium 2 plant Intel für die Mitte des Jahres 2002. AMDs Opteron kommt erst in der ersten Hälfte des Jahres 2003. (nie)