Ein weiter Weg bis 50 Mbit/s

Auf dem Weg zur Gigabit-Gesellschaft

Bis 2018 sollen alle Haushalte in Deutschland via Breitband ins Internet gehen können, hat die Bundesregierung 2014 in ihrer "Digitalen Agenda" vorgegeben. Ideal dafür wäre ein flächendeckendes Glasfasernetz. Doch davon werden Bewohner von ländlichen Gebieten auch 2018 nur träumen können.

Die Marschrichtung ist klar: "Die flächendeckende Versorgung unseres Landes mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und der Aufbau von Hochleistungsnetzen sind wichtige Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum, mehr Beschäftigung und steigenden Wohlstand", ist auf der Website des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zu lesen (www.zukunft-breitband.de). Doch der Weg dorthin ist mit technischen und politischen Hindernissen gepflastert. Aus diesem Grund revidierte die Bundesregierung auch ihr Ziel, bis 2014 etwa 75 Prozent der Haushalte mit Breitbandanschlüssen zu errreichen. Das neue Ziel: Alle Haushalte erhalten bis 2018 solche Highspeed-Zugänge.

Nach Angaben des Telekommunikationsverbands VATM verfügten 2013 in Deutschland gerade einmal 1,3 Prozent der Festnetzkunden über einen Anschluss mit mehr als 50 Mbit/s. An die 12,5 Prozent nutzen Anschlüsse mit 16 bis 50 Mbit/s.
Nach Angaben des Telekommunikationsverbands VATM verfügten 2013 in Deutschland gerade einmal 1,3 Prozent der Festnetzkunden über einen Anschluss mit mehr als 50 Mbit/s. An die 12,5 Prozent nutzen Anschlüsse mit 16 bis 50 Mbit/s.

Derzeit, und wohl auch 2018, gibt es die Wahl zwischen drei Zugangstechniken, die Datenraten jenseits der 50-Mbit/s-Grenze bieten:

1. DSL (Digital Subscriber Line) über Kupferleitungen im Teilnehmeranschlussbereich (TAL): Erreicht werden Datenraten von bis zu 100 Mbit/s beim Herunterladen und 40 Mbit/s beim Versenden von Daten. Diese Werte gelten für die neue Technik VDSL2-Vectoring, die gegenwärtig implementiert wird.

2. Kabel-TV-Netze auf Basis von Koaxialkabeln: Zu den Anbietern zählen Kabel Deutschland (Vodafone), Unity Media, Tele Columbus und Kabel BW. Ende des Jahres wird Kabel Deutschland privaten und Geschäftskunden Datenraten von 200 Mbit/s zur Verfügung stellen. Damit wollen die Kabelnetzfirmen das Abwandern von Nutzern zu Anbietern von VDSL2-Vectoring-Diensten verhindern.

3. Mobilfunk auf Basis von Long Term Evolution (LTE): Die Highspeed-Technik LTE (4G) bietet Downlink-Raten bis zu 150 Mbit/s. Sie ist bei der Telekom und Vodafone in zwei Versionen verfügbar: für mobile Nutzer und für den Einsatz zu Hause oder im Büro. Mit letztgenanntem Angebot wollen die Mobilfunker insbesondere Nutzer auf dem Land ansprechen, wo keine VDSL- oder Kabel-TV-Netze verfügbar sind. Die Telekom und Vodafone sehen für solche Verbindungen Datenraten von bis zu 100 Mbit/s (Downlink) vor.